Hünfeld ehrt langjähriges Engagement zum Ende der Wahlperiode 2021–2026
Antoinette HettnerHünfeld ehrt langjähriges Engagement zum Ende der Wahlperiode 2021–2026
Hünfelds Kommunalpolitiker trafen sich im Kolpinghaus, um das Ende der Wahlperiode 2021–2026 zu würdigen. Bürgermeister Benjamin Tschesnok und Stadtratsvorsitzender Jürgen Bohl richteten die Veranstaltung aus, bei der die Leistungen ehremamtlicher Helfer und Amtsträger gewürdigt wurden.
Der Abend begann mit Ansprachen von Tschesnok und Bohl, die sich bei den ausscheidenden Mitgliedern des Magistrats, den Stadträten und Vertretern der Beiräte für ihr langjähriges Engagement bedankten. Bohl betonte, dass kommunalpolitische Arbeit oft im Verborgenen bleibe, obwohl sie für das Gemeinwohl von zentraler Bedeutung sei.
Fünf Persönlichkeiten – Karin Grosch, Udo Tischler, Reiner Wenzel, Uwe Walter und Michael Vogt – erhielten für ihr langjähriges ehrenamtliches politisches Wirken die Ehrennadel der Stadt Hünfeld. Zudem wurden Alexander Gradl, Pia Biedenbach und Annette Trapp zu ehrenamtlichen Ortsvorstehern ernannt, während Ingrid Braun als Altbürgermeisterin der Stadt geehrt wurde.
In seiner Rede wies Bohl auf eine besorgniserregende Entwicklung in der öffentlichen Haltung hin. Er beobachtete einen Rückgang der Bereitschaft zur Mitgestaltung zugunsten einer Kultur der Kritik, in der zunehmend individuelle Interessen über das Gemeinwohl gestellt würden. Zudem nehme respektloses Verhalten zu, während die Bereitschaft zu sachlichen Diskussionen – insbesondere bei Entscheidungen, die persönliche Freiheiten einschränken – sinke.
Bürgermeister Tschesnok wandte sich direkt an die Ehrenamtlichen und räumte ein, dass politisches Engagement oft mit Herausforderungen verbunden sei. Gleichzeitig versicherte er: „Auch wenn politische Arbeit nicht immer einfach ist – Ihr Einsatz für die Gesellschaft ist jede Minute wert.“
Für die musikalische Umrahmung sorgten die Hünfelder Stadtkapelle und das Duo Zweiklang.
Der parlamentarische Abend endete mit einem erneuten Dank an alle, die sich für die Stadt engagieren. Die Ehrungen und Ernennungen standen für jahrelange Hingabe, während die Reden die anhaltende Bedeutung bürgerschaftlichen Engagements unterstrichen. Die Veranstaltung markierte damit nicht nur das Ende einer Wahlperiode, sondern auch einen Appell, die lokale Demokratie weiterhin zu stärken.






