Hubig fordert schärfere Internetregeln zum Schutz von Jugendlichen
Antoinette HettnerHubig fordert schärfere Internetregeln zum Schutz von Jugendlichen
Bundesjustizministerin Stefanie Hubig hat strengere Jugendschutzmaßnahmen im Internet gefordert. Sie verwies auf die weit verbreitete Sorge um die Sicherheit junger Menschen in digitalen Räumen. Aktuelle Umfragen zeigen einen deutlichen Handlungsbedarf seitens der Politik.
Ein neuer Verbraucherbericht offenbart, dass 79 Prozent der Befragten der Meinung sind, Politiker müssten mehr tun, um Jugendliche online besser zu schützen. Dies deckt sich mit Hubigs Aussage, wonach eine große Mehrheit der Deutschen Lücken in den bestehenden Schutzmechanismen für Kinder und Jugendliche sieht.
Eine Forsa-Umfrage ergab, dass 87 Prozent die Bemühungen der Regierung zum Schutz von Minderjährigen im Netz als mangelhaft oder sogar sehr schlecht bewerten. Die aktuellen Regeln für soziale Medien und Videospiele werden laut Hubig weithin als unzureichend angesehen. Sie argumentiert, dass milliardenschwere Plattformen mit manipulativen Algorithmen strengeren Auflagen unterliegen sollten als Offline-Angebote.
Die Bedenken beschränken sich nicht auf die digitale Sicherheit. Über 82 Prozent sind der Ansicht, dass die Politik Jugendliche auch in finanziellen Belangen unzureichend schützt. Fast drei Viertel (74 Prozent) fordern zudem stärkere Verbraucherschutzregeln für Minderjährige im Bereich Ernährung.
Hubig kündigte an, dass die Fachkommission für Kinder- und Jugendschutz in der digitalen Welt bald ihre Ergebnisse vorlegen wird. Die Umfragen belegen eine breite öffentliche Unterstützung für schärfere Maßnahmen. Die Regierung steht unter zunehmendem Druck, die bestehenden Defizite im Jugendschutz zu beheben.






