06 May 2026, 08:45

"Heimat" in Mainz: Wie ein Restaurantname die Gemüter polarisiert

Ein Berliner Restaurant mit Holztischen und -stühlen vor einem großen Fenster, das eine Außenansicht von Fußgängern, Gebäuden und städtischen Elementen zeigt.

"Heimat" in Mainz: Wie ein Restaurantname die Gemüter polarisiert

Veli Ivecen, Besitzer des Mainzer Restaurants Heimat, sieht sich seit Monaten Anfeindungen und Hass ausgesetzt. Das Lokal, das deutsche, türkische und kurdische Küche vereint, hat sowohl von links als auch von rechts heftige Kritik geerntet. Manche werfen ihm NS-Assoziationen vor, andere stellen die Fusion der kulinarischen Traditionen infrage.

Die Gegenreaktionen wurden so massiv, dass Ivecen zeitweise darüber nachdachte, das Restaurant umzubenennen. Doch mittlerweile ist er entschlossen, den Namen beizubehalten – trotz der anhaltenden Angriffe.

Die Probleme begannen mit der Eröffnung von Heimat, dessen Speisekarte von Ivecens kurdisch-türkischen Wurzeln und seiner neuen deutschen Heimat inspiriert ist. Schon der Name – zu Deutsch Heimat – löste starke Reaktionen aus. Kritiker aus dem gesamten politischen Spektrum warfen ihm vor, er sei entweder zu nationalistisch oder nicht deutsch genug.

Cashback bei deinen
Lieblingsrestaurants und Services

Kaufe Gutscheine und spare in deinen Lieblingsorten in deiner Nähe

LiberSave App auf Smartphones

In den letzten Monaten hat sich die Hetze weiter zugespitzt. Ivecen und sein Team wurden in privaten Instagram-Nachrichten, per E-Mail und sogar im Restaurant selbst verbal angegriffen. Vandalen beschmierten das Gebäude mit dem Slogan „Das hier ist mein Zuhause, nicht deins“, den Ivecen später entfernen ließ.

Er hatte gehofft, Heimat würde zu einem Ort der Begegnung für alle Mainzer werden – unabhängig von Herkunft oder Glauben. Während er konstruktive Kritik an den Gerichten akzeptiert, lehnt er persönliche Angriffe entschieden ab. Die Feindseligkeit hat seinen Willen nur noch gestärkt, zum Namen und zur Idee des Restaurants zu stehen.

Die Kontroverse ebbt nicht ab. Ivecen bleibt Heimat als inklusivem Ort treu – trotz der anhaltenden Vorwürfe. Vorerst serviert das Restaurant weiterhin seine Fusion-Küche, während sich sein Besitzer mit den Folgen eines Namens auseinandersetzt, der die Gemüter spaltet.

Quelle