09 May 2026, 10:30

Hautkrebsfälle verdoppeln sich in zehn Jahren – warum die Sonne gefährlicher wird

Schwarz-weißes Plakat, das für Operationen, Röntgenstrahlen und Radium als einzige sichere Waffen gegen Krebs wirbt.

Hautkrebsfälle verdoppeln sich in zehn Jahren – warum die Sonne gefährlicher wird

Hautkrebsfälle in Deutschland steigen stark an

In Deutschland haben sich die Hautkrebsfälle in den letzten zehn Jahren dramatisch erhöht. Im Jahr 2023 wurden in Krankenhäusern über 100.000 Patientinnen und Patienten behandelt – 2013 waren es noch weniger als 42.000. Expertinnen und Experten führen diesen Anstieg auf die zunehmende UV-Belastung zurück, die unter anderem durch den Klimawandel und die ausdünnende Ozonschicht begünstigt wird.

Die Gefahr geht von der UV-Strahlung aus, die Hautzellen schädigt und das Krebsrisiko erhöht. Zwar werden UVC-Strahlen von der Ozonschicht abgeblockt, doch UVA- und UVB-Strahlen erreichen weiterhin den Erdboden – besonders an klaren Tagen. Dermatologinnen und Dermatologen betonen daher die Notwendigkeit eines besseren Sonnenschutzes, um langfristige Schäden zu verringern.

UV-Strahlung gilt als bekannter Krebsauslöser. Sie verursacht nachhaltige Hautschäden, darunter Sonnenbrand, vorzeitige Hautalterung und Krebs. Das Risiko steigt, da der Klimawandel die Ozonschicht schwächt und so mehr UVB-Strahlen bis zur Erdoberfläche vordringen können. UVA-Strahlen hingegen dringen an sonnigen Tagen fast ungehindert durch.

Um diese Risiken zu minimieren, empfehlen Hautärztinnen und Hautärzte drei zentrale Maßnahmen: die Sonne während der Mittagszeit meiden, schützende Kleidung tragen und Sonnencreme richtig anwenden. Sonnenschutzmittel enthalten entweder chemische (organische) oder mineralische (physikalische) Filter, die UV-Strahlen blockieren. Der Lichtschutzfaktor (LSF) gibt an, wie viel länger die geschützte Haut der Sonne ausgesetzt sein kann, ohne einen Sonnenbrand zu bekommen – vorausgesetzt, die UV-Intensität bleibt konstant.

Doch nicht alle Sonnencremes bieten gleichen Schutz. Der europäische Kosmetikverband COLIPA (European Cosmetic and Perfumery Association) führte das „UVA-Siegel“ ein, um Produkte zu kennzeichnen, die ausreichend vor UVA-Strahlen schützen. Dennoch gibt es Bedenken hinsichtlich bestimmter Inhaltsstoffe. Benzophenon, ein Abbauprodukt von Octocrylen – einem häufig verwendeten chemischen Filter –, wurde von der Internationalen Agentur für Krebsforschung (IARC) als möglicherweise krebserregend für den Menschen eingestuft.

Damit Sonnencreme wie versprochen wirkt, muss sie in ausreichender Menge aufgetragen werden: zwei Milligramm pro Quadratzentimeter Haut. Viele Menschen verwenden jedoch zu wenig, wodurch der tatsächliche Schutz verringert wird.

Der Anstieg der Hautkrebsbehandlungen unterstreicht die Dringlichkeit besserer Sonnenschutzgewohnheiten. Die richtige Anwendung von Sonnencreme in Kombination mit schützender Kleidung und Schatten kann das Risiko von UV-bedingten Schäden deutlich senken. Angesichts der durch den Klimawandel zunehmenden Strahlenbelastung könnte die Befolgung der Expertenempfehlungen helfen, langfristige gesundheitliche Folgen durch Sonneneinstrahlung zu vermeiden.

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