17 June 2026, 17:16

Halle (Saale) modernisiert Bebauungsplan für den Weinberg Campus bis 2026

Mehr Produktion und klare Lärmschutz: Halle präsentiert neue Pläne für den Weinberg Campus

Halle (Saale) modernisiert Bebauungsplan für den Weinberg Campus bis 2026

Halle (Saale) aktualisiert Bebauungsplan für den Technologiepark Weinberg Campus

Der seit 1998 geltende Bebauungsplan für den Weinberg Campus in Halle (Saale) entspricht nicht mehr den heutigen rechtlichen und ökologischen Anforderungen. Die Stadt will den Standort damit zukunftsfähig halten, Erweiterungen ermöglichen und gleichzeitig neue Vorgaben umsetzen.

Die Änderungen betreffen zwei Kernbereiche mit einer Gesamtfläche von rund 26,2 Hektar, die bisher vor allem für Forschung und Verwaltung genutzt werden. Künftig sollen dort explizit auch Produktion und Vertrieb im Zusammenhang mit Forschungsaktivitäten erlaubt sein.

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Um den Charakter des Gebiets zu wahren, werden maximale Bauhöhen eingeführt – allerdings ohne starre 25-Meter-Grenze. Zudem wird der Lärmschutz verbessert: Nach dem Auslaufen der Entwicklungsverordnung Heide-Süd im Februar 2025 fließen flächenbezogene Emissionskontingente in die Planung ein.

Ein fünf Hektar großes Gelände südlich der Blücherstraße, das ursprünglich für eine große Siedlung vorgesehen war, wird im Rahmen des Verfahrens umgewidmet und neu vermarktet. Die Stadt versichert, dass die Änderungen keine zusätzlichen Kosten für die Steuerzahler verursachen. Die Einnahmen aus dem Verkauf der Grundstücke in den geänderten Zonen sollen stattdessen das Verfahren finanzieren.

Die ökologischen Auswirkungen werden als gering eingestuft: Es entstehen keine neuen Bauflächen, und bestehende Grünflächen bleiben erhalten. Bereits 2018 hatte der Stadtrat Pläne für einen 1.900 Quadratmeter großen Supermarkt auf dem Campus abgelehnt. Auch der aktuelle Entwurf schließt großflächigen Einzelhandel aus.

Die Stadtverordneten stimmen am 24. Juni 2026 über die Änderungen ab. Ziel des aktualisierten Bebauungsplans ist es, die Vorschriften zu modernisieren, ohne das Landschaftsbild oder den Charakter des Standorts zu beeinträchtigen. Mit den neuen Regelungen zu Bauhöhen, Lärm und Flächennutzung will die Stadt das Wachstum des Campus fördern – und das ohne zusätzliche Belastung für den öffentlichen Haushalt.

Quelle