21 March 2026, 18:32

Habicht Alfons nach Luftgewehr-Anschlag: Besitzer sucht dringend Zeugen in Groß Biewende

Radierung aus dem Jahr 1876 mit dem Titel 'Die Greifvögel' zeigt einen Wanderfalken im Flug über Menschen zu Pferd mit Bäumen im Hintergrund.

Habicht Alfons nach Luftgewehr-Anschlag: Besitzer sucht dringend Zeugen in Groß Biewende

Ein trainierter Habicht namens Alfons wurde im November mit einem Luftgewehr angeschossen und erlitt dabei schwere Verletzungen. Sein Besitzer Mario hat nun einen öffentlichen Aufruf in den sozialen Medien gestartet, um die Verantwortlichen zu finden. Der Vorfall ereignete sich im Gebiet von Groß Biewende, wo Ermittler vermuten, dass die Schüsse im südlichen Teil des Dorfes abgegeben wurden.

Alfons wurde mit einer schweren Verletzung am rechten Bein aufgefunden, verursacht durch ein Luftgewehrgeschoss. Die Verletzung hat ihm eine lange und ungewisse Genesung beschert – während seine körperlichen Wunden langsam heilen, sind sein Verhalten und sein Vertrauen in Menschen nach wie vor tiefgreifend beeinträchtigt.

Die Falknerei, die Jagd mit abgerichteten Greifvögeln, zählt zu den ältesten Traditionen der Menschheit und ist von der UNESCO als immaterielles Kulturerbe anerkannt. Sie basiert auf einer freiwilligen Bindung zwischen Mensch und wildem Raubvogel, die durch monatelanges geduldiges Training entsteht. Mario erwarb seinen Jagdschein über den Jägerverband Wolfenbüttel und seine Falknerlizenz beim Landesjagdverband Niedersachsen.

Dies ist nicht der erste Vorfall dieser Art in der Region. In den vergangenen fünf Jahren (2021–2025) wurden im Landkreis Wolfenbüttel drei weitere gezielte Angriffe auf Greifvögel dokumentiert: 2022 auf einen Mäusebussard, 2023 auf einen Rotmilan und 2024 auf einen Wanderfalken – alle Fälle wurden vom NABU Niedersachsen und der örtlichen Polizei erfasst.

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Mario betont, dass sich sein Aufruf nicht an lokale Jäger richtet, da diese keine Luftgewehre verwenden. Stattdessen bittet er alle, die in der Gegend verdächtige Aktivitäten beobachtet oder gehört haben, sich zu melden.

Die Ermittlungen zum Anschlag auf Alfons laufen weiterhin, wobei sich die Behörden auf den südlichen Teil von Groß Biewende konzentrieren. Seine Genesung verläuft langsam, und der Vorfall unterstreicht eine besorgniserregende Serie von Angriffen auf Greifvögel in der Region. Marios Appell zielt darauf ab, Hinweise zu sammeln, die zu den Tätern führen könnten.

Quelle