Groß Mahner kämpft um seinen Sportplatz gegen Wohnungsbaupläne der Stadt
Birte SchülerGroß Mahner kämpft um seinen Sportplatz gegen Wohnungsbaupläne der Stadt
Bürger in Groß Mahner wehren sich gegen Wohnungsbau auf ehemaligem Sportplatz
Die Anwohner von Groß Mahner kämpfen gegen Pläne, ihr ehemaliges Sportgelände in Wohnraum umzuwandeln. Die Stadt Salzgitter möchte auf dem Areal bis zu zwölf Häuser errichten, doch die Bewohner bestehen darauf, dass die Fläche als Freizeitbereich erhalten bleiben soll. Bei einer öffentlichen Versammlung äußerten rund 70 Dorfbewohner ihre Ablehnung und kritisierten das Fehlen einer Bürgerbeteiligung.
Im Mittelpunkt des Streits steht ein Entwurf des Bebauungsplans mit dem Titel "Ehemaliger Sportplatz". Die Stadtverwaltung Salzgitter schlägt vor, auf dem alten Fußballfeld Einfamilien- und Reihenhäuser zu bauen. Die Anwohner hingegen betonen, dass der Platz für die Naherholung unverzichtbar sei – selbst wenn seine frühere Nutzung unklar bleibt.
In der Bevölkerung gibt es keine Unterstützung für das Bauvorhaben. Die Bewohner argumentieren, dass der natürliche Generationswechsel bei den Wohnhäusern im Ort bisher gut funktioniert habe und daher kein zusätzlicher Wohnraum nötig sei. Ihre Verärgerung wuchs, als sie erfuhren, dass die Planung ohne öffentliche Rücksprache vorangetrieben worden war.
Der Widerstand hat sich auch auf offiziellen Wegen formiert: Die Fraktion von Bündnis 90/Die Grünen und Die PARTEI reichte einen Änderungsantrag ein, um die Bebauung zu verkleinern und einen Teil der Fläche für die Gemeinschaft zu sichern. Auch die SPD brachte einen eigenen Änderungsvorschlag ein.
Um ihre Position zu stärken, gründen die Anwohner nun einen Verein. Eine Kerngruppe von zehn Personen will mit der Stadt über eine Pacht des Geländes verhandeln. Ihr Ziel ist es, die Fläche als gemeinschaftlich nutzbare Grünanlage zu bewirtschaften.
Nun müssen die städtischen Planungsgremien den Entwurf gegen die Einwände der Bürger und die politischen Änderungsanträge abwägen. Sollte der Verein eine Pacht sichern, könnte der Sportplatz als öffentlicher Freiraum erhalten bleiben. Die Entscheidung wird zeigen, ob in Groß Mahner Wohnraum oder Grünfläche die Oberhand behält."






