Gifhorns Viktoria-Windmühle droht zu verfallen – 280.000 Euro sollen sie retten
Silvester SeipGifhorns Viktoria-Windmühle droht zu verfallen – 280.000 Euro sollen sie retten
Gifhorns historische Viktoria-Windmühle droht ohne dringende Sanierung weiter zu verfallen. Die Stadtverwaltung hat nun vorgeschlagen, 280.000 Euro aus dem Haushalt 2026 bereitzustellen, um die Bausubstanz zu stabilisieren. Über die Mittel wird in der nächsten Ratssitzung abgestimmt.
Die Windmühle, die zum Mühlenmuseum gehört, war bis 2010 als funktionierende Getreidemühle in Betrieb. Mit Führungen, Mahlvorführungen und Veranstaltungen zog sie Besucher an und machte ihr kulturelles Erbe erlebbar. Nach der Übernahme durch die Stadt entwickelte sie sich zu einer zentralen Attraktion des Museumskomplexes.
Aktuelle Gutachten zeigen schwere Schäden: Holzwurmbefall in tragenden Balken sowie marode Dachkonstruktionen und ein beschädigtes Eingangstor. Ohne Instandsetzung wird sich der Zustand weiter verschlechtern – mit deutlich höheren Folgekosten. Der private Betreiber, der sich inzwischen in Insolvenz befindet, kann die Arbeiten nicht finanzieren, sodass die Verantwortung für den Erhalt bei der Stadt liegt.
Die Verwaltung betont, dass der Schutz der Windmühle im öffentlichen Interesse liege. Bei einer Bewilligung würden die 280.000 Euro die dringendsten strukturellen Mängel beheben und einen weiteren Verfall verhindern.
Die Entscheidung des Rates wird darüber entscheiden, ob die Mühle die notwendigen Reparaturen erhält. Bei einer Zustimmung ließe sich der akute Verfall stoppen und die langfristigen Sanierungskosten senken. Die Zukunft des Museums als lokale Sehenswürdigkeit hängt vom Ausgang der Abstimmung ab.






