Gehaltserhöhung für Politiker: Österreichs Abgeordnete erhalten 2024 nur halb so viel wie die Inflation
Goran BolnbachGehaltserhöhung für Politiker: Österreichs Abgeordnete erhalten 2024 nur halb so viel wie die Inflation
Österreichische Abgeordnete erhalten für 2024 eine Gehaltserhöhung – doch der Anstieg liegt nur bei der Hälfte der Inflationsrate. Die Anpassung markiert die erste Veränderung der Bezüge für Bundespolitiker nach drei Jahren eingefrorener Löhne. Die Entscheidung folgt einer Vereinbarung zwischen ÖVP, SPÖ und NEOS, die eine Reform der Vergütung für öffentliche Amtsträger vorsieht.
Von der Gehaltserhöhung betroffen sind zahlreiche Spitzenpositionen, darunter der Bundespräsident, der Bundeskanzler, der Vizekanzler sowie alle Mitglieder der Bundesregierung. Auch Abgeordnete des Nationalrats und des Bundesrats, der Präsident des Rechnungshofs sowie die Mitglieder des Volksanwaltskollegiums erhalten höhere Bezüge.
Drei Jahre lang blieben die Gehälter in diesen Funktionen unverändert. Wiederholte Einfrierungen und frühere unter der Inflationsrate liegende Anpassungen haben den realen Wert dieser Einkommen im Laufe der Zeit gemindert. Die Erhöhung für 2024 gleicht die Teuerung nicht vollständig aus – ein Schritt, der der Haushaltskonsolidierung dienen soll.
Die Vereinbarung umfasst auch weitere finanzielle Aspekte: Die Förderung von Parteien, Parlamentsklubs und Akademien bleibt für die nächsten zwei Jahre auf dem aktuellen Niveau. Zum Vergleich: Deutschlands führende Bundespolitiker erhalten 2025 eine Gehaltserhöhung von einem Prozent.
Die neue Gehaltsstruktur stellt eine teilweise Anpassung an die Inflation dar und beendet eine lange Phase stagnierender Löhne für Österreichs Bundespolitiker. Die Reform zielt darauf ab, eine faire Vergütung mit haushaltspolitischer Verantwortung in Einklang zu bringen.






