Gedenkmarsch von Bremen nach Sandbostel ehrt Opfer der NS-Todesmärsche

Antoinette Hettner
Antoinette Hettner
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Eine große Anzahl rechteckiger Betonplatten in verschiedenen Höhen, die in einem Gittermuster auf einem geneigten Feld angeordnet sind, mit einem blauen Himmel im Hintergrund.Antoinette Hettner

Gedenkmarsch von Bremen nach Sandbostel ehrt Opfer der NS-Todesmärsche

Rund 3.000 Menschen nahmen an einem viertägigen Gedenkmarsch von Bremen nach Sandbostel teil. Die Veranstaltung ehrte die Zwangsarbeiter, die während der "Todesmärsche" am Ende des Zweiten Weltkriegs ums Leben kamen. Entlang der Route wurden zudem neue Gedenksteine im Rahmen der Gedenkfeierlichkeiten enthüllt.

Der Marsch begann in Bremen und folgte dem historischen Verlauf der Todesmärsche aus dem Jahr 1945. Unter den Teilnehmenden waren Überlebende, Angehörige von KZ-Häftlingen sowie Niedersachsens Innenministerin Daniela Behrens. Auch der Zeitzeuge Johann Dücker schloss sich an und teilte seine Erlebnisse aus jener Zeit.

Drei neue Gedenksteine wurden entlang der Strecke aufgestellt, sodass sich die Gesamtzahl auf 13 erhöht. Diese Markierungen dienen als dauerhafte Mahnmale für das Leid der Zwangsarbeiter in den letzten Kriegsmonaten. Ziel des Marsches war es, die Erinnerung an diese Verbrechen wachzuhalten und dem historischen Vergessen entgegenzuwirken.

Die Veranstaltung endete am Mahnmal Sandbostel mit einer Abschlussfeier. In Reden wurde der Opfer des Nationalsozialismus gedacht, begleitet von musikalischen Beiträgen. Die Organisatoren betonten die Bedeutung einer aktiven Erinnerungskultur für kommende Generationen.

Weitere Gedenksteine, etwa in Pforzheim und Wernigerode, existieren bereits entlang anderer Todesmarschrouten. Sie erinnern an Opfer wie die 25 Widerstandskämpfer, die 1944 hingerichtet wurden, oder neun unbekannte Häftlinge, die im April 1945 ermordet wurden.

Der Marsch und die neuen Steine unterstreichen die Bemühungen, das Gedenken an das Kriegsleid zu bewahren. Die Teilnahme von Überlebenden, Verantwortungsträgern und der Öffentlichkeit zeigt das anhaltende Engagement für die Erinnerung. Gleichzeitig stärkt die Veranstaltung die Botschaft, die Verbrechen des NS-Regimes nicht in Vergessenheit geraten zu lassen.

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