Geburtenrate auf Rekordtief: Streit um Kürzungen beim Elterngeld entbrennt
Goran BolnbachGeburtenrate auf Rekordtief: Streit um Kürzungen beim Elterngeld entbrennt
Deutschlands Geburtenrate ist auf den niedrigsten Stand seit 1946 gesunken und hat eine Debatte über Elterngeldleistungen ausgelöst. Die ehemalige Familienministerin Franziska Giffey hat sich gegen geplante Kürzungen ausgesprochen und argumentiert, diese würden die Geburtenzahlen nicht steigern. Medienberichten zufolge könnte die amtierende Ministerin Karin Prien die Mittel um etwa 350 Millionen Euro reduzieren, um Kosten zu sparen.
Giffey betonte, das Elterngeld erfülle zwei zentrale Aufgaben: die Unterstützung von Familien und die Stabilisierung des Arbeitsmarktes. Sie warnte, dass Kürzungen bei diesen Leistungen den Rückgang der Geburtenrate nicht umkehren würden. Stattdessen forderte sie Reformen, um eine gerechtere Aufteilung der Elternzeit zwischen Müttern und Vätern zu fördern.
Kritik an den möglichen Kürzungen kommt aus verschiedenen Lagern. Wolfgang Kubicki, designierter Vorsitzender der Freien Demokratischen Partei (FDP), verurteilte die Pläne. Britta Altenkamp, Leiterin des Zukunftsforum Familie (ZFF), bezeichnete die Debatte als ein „verheerendes Signal“ an Familien, die bereits unter Druck stünden.
Die geplanten Einsparungen sind Teil umfassender Haushaltsanpassungen im Familienministerium. Zwar ist noch keine endgültige Entscheidung gefallen, doch die Aussicht darauf hat bereits Besorgnis bei Familienverbänden ausgelöst.
Der Streit verdeutlicht die Spannungen zwischen Sparmaßnahmen und familienpolitischen Zielen. Angesichts der historisch niedrigen Geburtenrate in Deutschland werden Änderungen beim Elterngeld voraussichtlich auf weiteren Widerstand stoßen. Die Regierung hat noch nicht bestätigt, ob die Kürzungen tatsächlich umgesetzt werden.






