28 April 2026, 06:39

Gauweilers riskanter Plan: Soll die CSU bundesweit gegen die AfD antreten?

Karte von Deutschland, die die Wahlergebnisse von 2016 nach Bundesländern zeigt, mit roter und blauer Hervorhebung, einschließlich der Namen der Kandidaten und des Wahldatums.

Gauweilers riskanter Plan: Soll die CSU bundesweit gegen die AfD antreten?

Der ehemalige bayerische Minister Peter Gauweiler schlägt einen kühnen Kurswechsel in der bürgerlich-konservativen Politik vor. Sein Plan sieht vor, dass CSU und Freie Wähler gemeinsam antreten – auch außerhalb Bayerns. Durch gemeinsame Listen will er die Fünf-Prozent-Hürde umgehen und dem Aufstieg der rechtspopulistischen AfD entgegenwirken.

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Gauweiler, der einst als bayerischer Umweltminister und Staatssekretär im Innenministerium amtierte, betont, dass ein offener Dialog mit allen Parteien unverzichtbar sei. Im Bundestag stimmte er bereits mehrmals für Anträge der Linken, wenn er sie für sinnvoll hielt. Nun regt er an, die CSU könnte sich entweder mit den Freien Wählern verbünden oder notfalls auch allein außerhalb Bayerns kandidieren.

Eine politische Brandmauer gegen die AfD lehnt er ab. Statt Ausgrenzung setzt er auf inhaltliche Auseinandersetzung. Gauweiler ist überzeugt, dass ein geschlossener bürgerlich-konservativer Ansatz bis zu zwei Drittel der Wähler anziehen könnte. Zwar schließt er nicht aus, in Einzelfällen AfD-Vorhaben zu unterstützen – sein Hauptziel bleibt jedoch die Stärkung der etablierten konservativen Kräfte.

Sein Konzept basiert auf Flexibilität: ob durch Bündnisse oder Solokampagnen. Das Ziel ist klar: die bürgerlich-konservative Mitte konsolidieren und die Anziehungskraft der AfD verringern, ohne die Debatte zu verweigern.

Gauweilers Vorschlag zielt darauf ab, die politische Landschaft Deutschlands neu zu ordnen, indem er die bürgerlich-konservativen Kräfte vereint. Sollte der Plan umgesetzt werden, könnten gemeinsame Listen oder eigenständige CSU-Kandidaturen außerhalb Bayerns die Wahl-Dynamik verändern. Gleichzeitig stellt das Vorhaben die Strategie der AfD-Isolierung infrage und setzt stattdessen auf Dialog statt Ausgrenzung.

Quelle