Gastronomie warnt vor Jobverlusten durch geplante Sozialreformen
Antoinette HettnerGastronomie warnt vor Jobverlusten durch geplante Sozialreformen
Reformen bedrohen Arbeitsplätze in der Gastronomie: Dehoga warnt vor steigenden Kosten
Die deutsche Gastronomiebranche steht vor möglichen Jobverlusten durch geplante Reformen. Die Vorschläge von Gesundheitsministerin Nina Warken haben beim Deutschen Hotel- und Gaststättenverband (Dehoga) scharfe Kritik ausgelöst. Geschäftsführerin Jana Schimke warnte vor steigenden Kosten und deren Auswirkungen auf die Beschäftigung.
Laut den Reformplänen könnte der Sozialversicherungsbeitrag für Minijobber in Pflege und Gesundheitswesen von 13 auf 21 Prozent steigen. Schimke kritisierte diese Pläne als Belastung für Arbeitgeber, da sie die Lohnkosten in die Höhe treiben würden. Gleichzeitig wies sie Gewerkschaftsängste zurück, wonach ein neues Arbeitszeitgesetz unbeabsichtigt zu 13-Stunden-Arbeitstagen führen könnte – solche Befürchtungen nannte sie unbegründet.
Die Dehoga-Chefin betonte die Notwendigkeit mutiger Reformen und einer besseren Zusammenarbeit zwischen Politik und Wirtschaft. Eine ungerechte Behandlung der Mitarbeiter werde Fachkräfte vertreiben – mit sofortigen Folgen für die Betriebe. Zudem forderte sie Bürokratieabbau sowie Steuersenkungen, um die finanzielle Belastung der Unternehmen zu verringern.
Besorgnis äußerte Schimke auch über den Zustand der sozialen Partnerschaft mit den Gewerkschaften. Höhere Krankenkassenbeiträge und Zusatzabgaben für Minijobber würden die Branche weiter unter Druck setzen.
Die geplanten Reformen drohen, die Kosten für Arbeitgeber in der Gastronomie zu erhöhen. Schimkes Forderungen nach Entlastung bei Lohnkosten und weniger Bürokratie zielen darauf ab, Arbeitsplätze zu sichern. Nun wartet die Branche auf die nächsten Schritte der Regierung.






