Garnelenfischerei in Deutschland feiert überraschendes Rekordjahr 2025
Silvester SeipKüstenfischer atmen auf - 'Rekordjahr' beim Krabbenfang - Garnelenfischerei in Deutschland feiert überraschendes Rekordjahr 2025
Deutschlands Garnelenfischerei erlebt ein spektakuläres Comeback
Nach Jahren rückläufiger Fänge verzeichnet die Branche 2025 Rekordumsätze und die höchsten Erträge seit fast einem Jahrzehnt. Die Wende kommt nach einer langen Durststrecke für die Nordseefischer.
Zwischen 2020 und 2024 waren die Garnelenfänge in der Nordsee stark zurückgegangen. Die jährlichen Mengen sanken von etwa 45.000 Tonnen auf nur noch 32.000 Tonnen. Überfischung, strengere Fangquoten und steigende Wassertemperaturen galten als Hauptgründe für den kontinuierlichen Rückgang.
Doch 2025 kehrte sich der Trend überraschend um: Die Fischer holten den größten Fang seit 2016 an Land – die Menge an Speisegarnelen verdoppelte sich nahezu auf 2.092 metrische Tonnen. Das erhöhte Angebot drückte die Preise von 7,45 Euro pro Kilogramm im Jahr 2024 auf 6,60 Euro im Jahr 2025.
Branchenexperten führen den Aufschwung auf eine natürliche Verschiebung im Ökosystem zurück. Der Rückgang des Schellfischs – eines Fressfeinds der Garnele – begünstigte die Erholung der Garnelenbestände. Dieser unerwartete Schub trieb die Gesamtumsätze erstmals über die Marke von 60 Millionen Euro.
Das Rekordjahr markiert eine deutliche Erholung nach sechs Jahren mit schlechten Fangergebnissen. Mit mehr Garnelen im Wasser und sinkenden Preisen steht die Branche nun gestärkt da. Die Fischer werden gespannt verfolgen, ob sich der positive Trend 2026 fortsetzt.






