Frasers Group bietet 1,7 Mrd. Pfund für Hugo Boss – und will die Luxusmarke komplett übernehmen
Antoinette HettnerFrasers Group bietet 1,7 Mrd. Pfund für Hugo Boss – und will die Luxusmarke komplett übernehmen
Die Frasers Group hat ein Übernahmeangebot in Höhe von 1,7 Milliarden Pfund für Hugo Boss abgegeben. Das Angebot bewertet die verbleibenden 74 Prozent der Modemarke mit 38 Euro pro Aktie. Hugo Boss ist bekannt für seine hochwertige Herren- und Damenmode, Schuhe und Accessoires.
Frasers hält bereits Anteile an Hugo Boss. Nach deutschem Übernahmerecht muss das Unternehmen ein Pflichtangebot für alle Aktien abgeben, sobald es eine Beteiligung von 30 Prozent erreicht. Die Gruppe erwartet, dass die Transaktion in der zweiten Jahreshälfte 2026 abgeschlossen wird, vorbehaltlich der behördlichen Genehmigungen.
Zur Finanzierung des Angebots hat Frasers eine Kreditlinie über eine Akquisitionsvereinbarung mit mehreren Banken gesichert. CEO Michael Murray nahm aufgrund seiner Position im Aufsichtsrat von Hugo Boss nicht an den Beratungen des Vorstands über das Angebot teil.
Hugo Boss verzeichnete 2025 starke Finanzkennzahlen: Der Umsatz erreichte fast 4,3 Milliarden Euro, das EBITDA lag bei 782 Millionen Euro. Ende des Jahres beliefen sich die Bruttovermögen auf 3,7 Milliarden Euro, die Nettovermögen auf knapp 1,6 Milliarden Euro. Frasers stuft die Marke als eine der fünf wertvollsten innerhalb der gesamten Gruppe ein.
Die Übernahme würde das Portfolio von Frasers um eine führende Modemarke stärken. Der Abschluss des Deals hängt von der Erfüllung der rechtlichen und regulatorischen Auflagen ab. Die finanzielle Performance von Hugo Boss unterstreicht den Wert der Marke für die Gruppe.






