Franziska Erdle übernimmt ABDA-Führung und startet Apothekenreform mit klarem Kurs
Silvester SeipFranziska Erdle übernimmt ABDA-Führung und startet Apothekenreform mit klarem Kurs
Franziska Erdle hat am 1. Januar 2026 die Leitung der Bundesapothekerkammer (ABDA) übernommen. Mit klaren Zielen will sie den Sektor reformieren – beginnend mit einer Initiative für ein neues Apothekengesetz und eine Stärkung der primärärztlichen Versorgung. Ihre Amtszeit markiert zudem eine Wende hin zu einer engeren Zusammenarbeit mit Pharmazeutisch-technischen Assistenten (PTA), um die Versorgungsqualität zu sichern.
An erster Stelle steht für Erdle eine umfassende Apothekenreform. Sie will pharmazeutische Dienstleistungen in die nationale Gesetzgebung integrieren und den Zugang zur Grundversorgung ausbauen. Um dies zu erreichen, plant sie die Zusammenarbeit mit Abgeordneten, muss dabei aber auch Widerstände aus Ärzteverbänden überwinden.
Ein zentraler Baustein ihrer Strategie ist die Solidarität unter Apothekern. Durch eine geschlossene Berufsgruppe will sie gegenüber der Politik mit stärkeren Forderungen auftreten. Ihr Ansatz umfasst die Einbindung von Basismitgliedern und Experten im "Haus der Apotheker", um die Ausrichtung der ABDA zu modernisieren.
Über die Reformen hinaus formt Erdle die ABDA zu einer proaktiveren und professionelleren Organisation um. Sie hat versprochen, Apotheken und ihr Personal zu schützen und gleichzeitig eine strategische Allianz mit dem BVpta, dem Verband der PTA, aufzubauen. Diese Partnerschaft soll weiteren Verschlechterungen in den Arzneimittellieferketten entgegenwirken.
Erdles Führung leitet eine neue Phase für die ABDA ein, in der gesetzespolitisches Engagement und interne Einheit im Mittelpunkt stehen. Der Fokus auf Apothekenreformen und die Zusammenarbeit mit PTA weist der Organisation einen klaren Weg in die Zukunft. Ob ihr Vorhaben gelingt, hängt davon ab, ob sie Widerstände überwinden und ihre Vision in konkrete politische Veränderungen umsetzen kann.






