Forschungsprojekt TOWEWA revolutioniert Kleinluftfahrt mit flüssigem Wasserstoff
Birte SchülerForschungsprojekt TOWEWA revolutioniert Kleinluftfahrt mit flüssigem Wasserstoff
Neues Forschungsprojekt TOWEWA: Flüssigwasserstoff für die Kleinluftfahrt
Ein neues Forschungsvorhaben mit dem Namen TOWEWA ist gestartet, um den Einsatz von flüssigem Wasserstoff (LH₂) in kleinen Flugzeugen zu untersuchen. Unter der Leitung der Technischen Universität Braunschweig und der Ostfalia Hochschule für angewandte Wissenschaften widmet sich die Initiative der Entwicklung von Antriebssystemen sowie der bedarfsgerechten LH₂-Produktion an Regionalflughäfen. Das Projekt wird maßgeblich aus dem Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) gefördert.
Im Mittelpunkt von TOWEWA steht die Konzeption von LH₂-Wertschöpfungsketten mit deutlich geringeren Energieverlusten – von der Verflüssigung über Lagerung und Transport bis hin zur Nutzung des Wasserstoffs in der Luftfahrt. Ziel ist es, eine Modellbibliothek zu erstellen, mit der sich diese Ketten sowohl thermodynamisch als auch wirtschaftlich abbilden und bewerten lassen.
Darüber hinaus wird das Projekt Methoden entwickeln, um Energie zurückzugewinnen, die bei der Rückvergasung von Wasserstoff üblicherweise verloren geht. Mithilfe moderner Simulationswerkzeuge sollen die Forscher das gesamte System – von der Produktion bis zur Betankung – ganzheitlich optimieren.
Mit einem Gesamtbudget von 1.232.728,38 Euro hat TOWEWA Fördermittel in Höhe von 968.960,28 Euro eingeworben, die je zur Hälfte aus EFRE-Mitteln und Landeszuschüssen stammen. Aufgrund seiner hohen Reinheit und Energiedichte gilt flüssiger Wasserstoff als vielversprechende Alternative zu komprimiertem Gas – insbesondere für den Einsatz in der Luftfahrt.
Die Erkenntnisse aus TOWEWA könnten die zukünftige Wasserstoffinfrastruktur für Kleinflugzeuge prägen. Effiziente LH₂-Wertschöpfungsketten könnten die Kosten senken und Energieverluste minimieren – ein wichtiger Schritt hin zu saubereren Lösungen in der Luftfahrt. Der Erfolg des Projekts hängt dabei von einer gelungenen thermodynamischen und wirtschaftlichen Optimierung ab.






