Flexo in Salzgitter kämpft um Überleben nach Förderstopp durch Regionalverband
Goran BolnbachFlexo in Salzgitter kämpft um Überleben nach Förderstopp durch Regionalverband
Ungewisse Zukunft für den On-Demand-Verkehrsdienst Flexo in Salzgitter
Der Flexo-Bedarfverkehr in Salzgitter steht vor einer ungewissen Zukunft, nachdem der Regionalverband Großraum Braunschweig angekündigt hat, die Förderung einzustellen. Der seit Januar 2022 bestehende Service bietet eine wichtige Verkehrsverbindung für Studierende, Senioren und Universitätsmitarbeiter. Nun setzt sich Bürgermeister Frank Klingebiel dafür ein, den Betrieb über das Jahr 2026 hinaus zu sichern.
Flexo war Anfang 2022 als gemeinsames Projekt der Stadt Salzgitter und des Regionalverbands gestartet worden. Ursprünglich trugen die Stadt 75 Prozent und der Verband 25 Prozent der Kosten. Später wurde die Finanzierung auf eine hälftige Aufteilung umgestellt.
Doch der Regionalverband plant nun, sich zum 1. Januar 2027 vollständig zurückzuziehen. Klingebiel bezeichnete diesen Schritt als „inakzeptabel“ und betonte, dass Flexo eine zentrale Rolle für die lokale Mobilität spiele. Er schlug ein langfristiges Finanzierungskonzept vor und forderte sowohl die Stadt als auch den Regionalverband auf, sich gemeinsam zu verpflichten.
Der Bürgermeister lobte zudem, dass Flexo Lücken im bestehenden ÖPNV-Netz schließe, das von der KVG Braunschweig und DB Regio betrieben wird. Besonders profitieren Senioren, Studierende sowie Mitarbeiter der Ostfalia Hochschule für angewandte Wissenschaften. Um die Zukunft des Dienstes zu sichern, wird der Stadtrat am 30. September über Klingebiels Vorschlag abstimmen.
Falls der Plan angenommen wird, fließen die 50 Prozent der Kosten, die Salzgitter tragen soll, in den Haushaltsentwurf für 2027/2028 ein. Ziel ist es, den Flexo-Betrieb in Salzgitter-Bad und Salzgitter-Thiede über das aktuelle Ende 2026 hinaus zu verlängern.
Die Entscheidung des Stadtrats am 30. September wird darüber entscheiden, ob Flexo nach 2026 weitergeführt wird. Ohne die Mittel des Regionalverbands hängt das Überleben des Services davon ab, ob Salzgitter alternative Finanzquellen erschließen kann. Das Ergebnis wird direkte Auswirkungen auf die Verkehrsoptionen von Anwohnern, Studierenden und Universitätsangehörigen haben.






