10 February 2026, 13:29

Europäischer Hochstapler betrügt Unternehmer mit falscher Investoren-Identität

Ein schwarzes und weißes Plakat mit einer Betrugswarnung, das den Text 'Carlsbad Spruud Salt' und ein Firmenlogo enthält.

Europäischer Hochstapler betrügt Unternehmer mit falscher Investoren-Identität

Ein 50-jähriger Mann ist in Italien festgenommen worden, nachdem er verdächtigt wird, unter falscher Identität Opfer in ganz Europa, darunter Deutschland, Italien und Belgien, zu betrügen. Dem Beschuldigten wird vorgeworfen, im Oktober 2022 einen deutschen Unternehmer mit einem sogenannten 'Vorschussbetrug' um einen hohen fünfstelligen Betrag gebracht zu haben. Die Behörden haben nun einen 'Europäischen Haftbefehl' erlassen, um ihn in Italien in Untersuchungshaft zu halten, während die Ermittlungen andauern.

Der Betrug begann, als sich der Verdächtige als Investor eines britischen Unternehmens ausgab. Er überzeugte das Opfer, einen Geschäftsmann aus Hademstorf in Niedersachsen, dass er Waren im Wert von etwa einer Million Euro kaufen wolle. Unter diesem Vorwand forderte er eine hohe Provision im Voraus – eine Masche, die auch als 'Rip-Deal' oder 'Vorschussbetrug' bekannt ist.

Das Opfer traf den Beschuldigten in einem Hotel in Lüttich, Belgien, und übergab ihm das Geld. Nach der Zahlung verschwand der Mann spurlos, ohne die vereinbarte Transaktion abzuschließen. Ermittler konnten seine Aktivitäten später in mehreren Ländern nachverfolgen, darunter Deutschland, Österreich, die Schweiz, Italien und Belgien.

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Dieser Fall reiht sich in eine größere Entwicklung ein: Bereits im August 2023 hatte das 'Bundeskriminalamt (BKA)' vor einer deutlichen Zunahme ähnlicher Betrugsmaschen gewarnt. Bisher gibt es jedoch keine offiziellen Aufzeichnungen über weitere Opfer in Deutschland, die seit Oktober 2022 mit derselben Methode geschädigt wurden. Das 'Landgericht Verden' hat nun mit dem 'Europäischen Haftbefehl' sichergestellt, dass der Verdächtige in Italien in Gewahrsam bleibt.

Die Festnahme erfolgte im Rahmen einer grenzüberschreitenden Ermittlung zu organisiertem Betrug. Die mutmaßlichen Betrugsfälle des Beschuldigten richteten sich gegen Opfer in mehreren Ländern, wobei die Schäden allein in Deutschland bestätigt wurden. Die Behörden prüfen weiterhin, ob es weitere Geschädigte gibt, bisher liegen jedoch keine weiteren dokumentierten Fälle vor.