07 June 2026, 16:26

Eltern und Gemeinde kämpfen um bilingualen Unterricht in Wolfsburg

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Eltern und Gemeinde kämpfen um bilingualen Unterricht in Wolfsburg

Rettungskampagne für zweisprachigen Unterricht an Wolfsburg-Schule erhält starke Unterstützung

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Innerhalb weniger Tage hat eine Initiative zur Rettung des bilingualen Unterrichts an einer Wolfsburg-Schule großen Zuspruch erhalten. Eine Online-Petition gegen die Streichung des deutsch-italienischen Programms an der Leonardo-da-Vinci-Schule hat seit ihrem Start bereits über 550 Unterschriften gesammelt. Der Protest richtetsich gegen Pläne der Stadt, die Zahl der zweisprachigen Klassen im kommenden Jahr von zwei auf eine zu reduzieren.

Die Leonardo-da-Vinci-Grund- und Gesamtschule ist die einzige Bildungseinrichtung in Wolfsburg, die einen bilingualen Deutsch-Italienisch-Zweig anbietet. Das Programm, das ab der ersten Klasse läuft, steht nun auf der Kippe, da der Schulentwicklungsplan der Stadt vorsieht, die Kapazitäten zu halbieren. Als Begründung führen die Verantwortlichen die geringe Auslastung an – aktuell liegt die Belegung unter 70 Prozent.

Die Unterzeichner der Petition betonen, dass das Programm einzigartige Bildungschancen bietet und daher erhalten bleiben muss. Sie fordern die Stadtverwaltung und Schulbehörden auf, die Entscheidung rückgängig zu machen. Im Mittelpunkt steht die Forderung, ab der fünften Klasse weiterhin zwei italienische bilingualen Klassen anzubieten.

Die italienische Gemeinschaft in Wolfsburg blickt auf eine lange Geschichte zurück, die bis zu den Gastarbeitern der 1960er-Jahre reicht. Heute leben rund 60.000 Menschen italienischer Herkunft in der Stadt und prägen ihr kulturelles Gesicht. Die Unterstützer der Petition sind überzeugt, dass das bilingualen Programm dieses Erbe widerspiegelt und für kommende Generationen bewahrt werden muss.

Die Petition hat bereits Hunderten von Befürwortern mobilisiert und zeigt, wie groß die Sorge über die geplante Kürzung ist. Sollte die Kampagne erfolgreich sein, könnten statt einer weiterhin zwei bilingualen Klassen erhalten bleiben. Die endgültige Entscheidung liegt nun bei den lokalen Schulbehörden und dem Stadtrat.

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