17 June 2026, 17:09

Dresden baut 50-Megawatt-Wärmeanlage an der Marienbrücke für klimaneutrale Energie

Wasserwärmepumpe am Elbeufer geplant

Dresden baut 50-Megawatt-Wärmeanlage an der Marienbrücke für klimaneutrale Energie

Dresden plant neue 50-Megawatt-Wärmeanlage in der Nähe der Marienbrücke

Die sächsische Landeshauptstadt plant den Bau einer modernen Wärmeanlage mit einer Leistung von 50 Megawatt in der Nähe der Marienbrücke. Das Projekt soll die klimaneutrale Wärmeproduktion ausbauen, indem es Energie aus Flusswasser gewinnt. Die Baukosten werden auf rund 92 Millionen Euro geschätzt.

Die Anlage nutzt eine Großwärmepumpe, die Wärme aus dem Flusswasser extrahiert. Im Gegensatz zu Luft-Wärmepumpen bleibt die Temperatur von Flusswasser Tag und Nacht weitgehend konstant – ein Vorteil, der den Prozess effizienter und zuverlässiger macht.

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Im Betrieb wird die Anlage etwa 2,5 Kubikmeter Wasser pro Sekunde entnehmen und es mit einer um etwa drei Grad niedrigeren Temperatur zurück in den Fluss leiten. Laut Angaben wird dies keine spürbaren Auswirkungen auf die Gesamtwassertemperatur haben.

Die Bauarbeiten könnten bald beginnen, der Betrieb könnte voraussichtlich 2031 aufgenommen werden. Die erzeugte Wärme wird in das Fernwärmenetz eingespeist. Pro Jahr könnte die Anlage rund 300.000 Megawattstunden Wärme liefern – genug, um bis zu 45.000 Haushalte zu versorgen.

Der Standort in der Nähe der Marienbrücke bietet einen optimalen Zugang sowohl zum Fluss als auch zum Wärmenetz. Dresden verbraucht derzeit jährlich etwa 1,7 Millionen Megawattstunden Wärme, wobei die Hälfte der Haushalte an die Fernwärme angeschlossen ist. Die neue Anlage wird einen erheblichen Beitrag zur Energieversorgung der Stadt leisten.

Quelle