Dr. Anna Kröner revolutioniert die Justiz als Richterin und Digitalisierungs-Pionierin
Antoinette HettnerDr. Anna Kröner revolutioniert die Justiz als Richterin und Digitalisierungs-Pionierin
Dr. Anna Kröner hat ein neues Amt als Richterin am Landessozialgericht in Celle übernommen. Ihre Ernennung folgt auf jahrelange Erfahrung im Justizsystem Niedersachsens, wo sie sich auch an der digitalen Reform der Gerichtsbarkeit beteiligt hat. Neben ihren richterlichen Pflichten leitet sie nun das Eureka-Fach-Konsortium, ein zentrales Projekt zur Modernisierung der deutschen Gerichtslandschaft.
Ihre Laufbahn begann Dr. Kröner im Januar 2015 im Sozialgerichtsbereich Niedersachsen-Bremen. Bis April 2020 stieg sie zur Richterin am Sozialgericht Braunschweig auf. In dieser Zeit engagierte sie sich aktiv für die Digitalisierung von Gerichtsprozessen, darunter die Einführung des elektronischen Aktenmanagementsystems e2A.
Eureka Fach, die digitale Justizanwendung, die sie nun verantwortet, unterstützt Arbeitsabläufe in rund 220 Gerichten bundesweit. Das System übernimmt sowohl richterliche als auch verwaltungstechnische Aufgaben in vier Fachgerichtsbarkeiten. Die elektronischen Akten besitzen volle Rechtsgültigkeit und optimieren so das Fallmanagement.
Hinter dem Konsortium stehen vierzehn Bundesländer – es ist das größte seiner Art. Zwar liegt die Gesamtverantwortung beim Niedersächsischen Justizministerium, doch Dr. Kröner steuert den operativen Betrieb. Die flächendeckende Nutzung des Programms unterstreicht seine Bedeutung für die Modernisierung der deutschen Justizinfrastruktur.
Mit ihrer jüngsten Berufung vereint Dr. Kröner richterliche Tätigkeit mit einer Führungsrolle in der digitalen Justiz. Das Eureka-Fach-System wird kontinuierlich ausgebaut und dient als Standardwerkzeug in Fachgerichten im gesamten Land. Ihre Doppelfunktion spiegelt die Bestrebungen wider, Technologie stärker in die deutschen Rechtsprozesse zu integrieren.






