05 June 2026, 11:23

Deutschland verpasst EU-Frist für Lohngleichheit – was jetzt passiert

EU-Gehaltstransparenzrichtlinie: 'Das Bauchgefühl bei Gehältern wird in Zukunft rechtlich riskant'

Deutschland verpasst EU-Frist für Lohngleichheit – was jetzt passiert

Deutschland hat die EU-Frist für die Umsetzung der Lohngleichheitsrichtlinie verpasst. Die neuen Regeln hätten eigentlich bis zum 7. Juni in Kraft treten sollen, doch die gesetzgeberischen Vorbereitungen sind noch nicht abgeschlossen. Nun stehen die Behörden vor Verzögerungen, da weitere Abstimmungen nötig sind, bevor das Gesetz vorankommt.

Die EU-Lohngleichheitsrichtlinie soll Lohnungleichheiten aufdecken, indem Unternehmen verpflichtet werden, Gehaltsinformationen offenzulegen. Die Mitgliedstaaten hatten bis zum 7. Juni Zeit, die Vorgaben in nationales Recht umzusetzen. Doch das Bundesministerium für Bildung, Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMBFSFJ) hat den Prozess noch nicht finalisiert.

Das Ministerium hat zwar Vorbereitungen getroffen, benötigt aber noch weitere Beratungen, bevor es voranschreiten kann. Die Verzögerung bedeutet, dass Arbeitnehmer:innen und Arbeitgeber in Deutschland länger auf die neuen Transparenzregeln warten müssen.

Franziska Martin, Redakteurin mit Schwerpunkt Arbeitswelt, hat die Entwicklungen genau verfolgt. Vor ihrer aktuellen Position berichtete sie über KI und deren Auswirkungen auf die Arbeitswelt im Technologie-Ressort des Manager Magazins.

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Durch die verpasste Frist bleibt Deutschland hinter dem EU-Zeitplan zurück. Unternehmen und Beschäftigte müssen sich vorerst weiterhin an die bestehenden Regelungen halten, bis die Richtlinie umgesetzt ist. Ein neuer Termin für die Einführung steht noch nicht fest.

Quelle