30 April 2026, 20:34

Deutsche Wirtschaft wächst 2026 – doch Lieferengpässe bremsen Schlüsselbranchen aus

Schwarzes und weißes Foto einer Kiste mit der Aufschrift "Hindenburg-Wiche, Deutschland" mit einer Karte im Hintergrund und Text, der das Produkt beschreibt.

Deutsche Wirtschaft wächst 2026 – doch Lieferengpässe bremsen Schlüsselbranchen aus

Die deutsche Wirtschaft zeigte zu Beginn des Jahres 2026 erste Anzeichen einer Erholung. Im ersten Quartal zog die Konjunktur an, getrieben von steigenden Inlandsausgaben und wachsenden Exporten. Dennoch kämpften einige Branchen weiterhin mit Materialengpässen, trotz einer insgesamt positiven Entwicklung.

Laut offiziellen Zahlen stieg das Bruttoinlandsprodukt (BIP) im Vergleich zum Vorquartal um 0,3 Prozent. Gegenüber dem gleichen Zeitraum des Vorjahres 2025 verzeichnete die Wirtschaft ein Wachstum von 0,5 Prozent. Treibende Kräfte waren der höhere private und öffentliche Konsum sowie eine stärkere Exportnachfrage.

Materialknappheit blieb jedoch für bestimmte Sektoren eine Herausforderung. Im Januar meldeten nur 5,8 Prozent der Unternehmen Lieferprobleme. Bis April stieg dieser Anteil bei Industriebetrieben auf 13,8 Prozent an. Besonders betroffen war die chemische Industrie: Hier waren 31,1 Prozent der Hersteller von Engpässen betroffen. Auch die Gummi- und Kunststoffproduzenten hatten ähnliche Schwierigkeiten – 22,9 Prozent kämpften mit der Beschaffung von Rohstoffen. In der Elektrogerätebranche und im Maschinenbau berichteten 17,2 Prozent bzw. 14,8 Prozent der Unternehmen über Lieferengpässe.

Das erste Quartal 2026 brachte Deutschland ein moderates Wirtschaftswachstum. Zwar verbesserten sich Konsum und Exporte, doch Materialknappheit blieb in Schlüsselbranchen ein Problem. Die ungleichmäßige Erholung unterstreicht die anhaltenden Belastungen der Lieferketten in bestimmten Industriebereichen.

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