Deutsche Autoindustrie: Bis zu 225.000 Jobs bis 2035 bedroht – was kommt auf die Beschäftigten zu?
Antoinette HettnerDeutsche Autoindustrie: Bis zu 225.000 Jobs bis 2035 bedroht – was kommt auf die Beschäftigten zu?
Deutsche Autoindustrie im Umbruch: Zehntausende Jobs in Gefahr
Die deutsche Automobilbranche steht vor tiefgreifenden Veränderungen. Tausende Beschäftigte blicken unsicher in die Zukunft, während in der gesamten Branche massiv Stellen abgebaut werden. Die Verunsicherung wirft die Frage auf, wie es für die Betroffenen und die Industrie insgesamt weitergeht.
In den vergangenen sechs Jahren ist bereits jede siebte Stelle in der deutschen Autoindustrie weggefallen. Der Verband der Automobilindustrie (VDA) prognostiziert nun weitere 225.000 Jobverluste bis 2035 – die Branche gehört damit zu den am stärksten betroffenen Wirtschaftszweigen des Landes.
Alleiner Volkswagen plant weltweit den Abbau von 100.000 Arbeitsplätzen, was etwa 15 Prozent der Belegschaft entspricht. Medienberichten zufolge könnten vier deutsche Standorte – Hannover, Emden, Zwickau und Neckarsulm – von Schließungen betroffen sein. Das Unternehmen hat sich zu diesen Vorwürfen bisher nicht geäußert.
Simone Kauffeld, Inhaberin des Lehrstuhls für Arbeits-, Organisations- und Sozialpsychologie an der TU Braunschweig, untersucht derzeit die Folgen dieser Umwälzungen. Ihre Forschung zielt darauf ab, zu verstehen, wie sich die Veränderungen auf die Beschäftigten und die gesamte Branche auswirken.
Die Automobilindustrie durchlebt einen rasanten Wandel. Die ersten Jobverluste sind bereits spürbar, und in den kommenden Jahren wird sich die Lage weiter zuspitzen. Beschäftigte wie Forscher beobachten genau, wie diese Entwicklungen die Branche langfristig prägen werden.
