17 June 2026, 17:32

CDU-Chef Heuer wehrt sich gegen AfD-Kooperationsvorwürfe nach Wahlforum

CDU-Fraktionschef Heuer bestreitet AfD-Nähe-Vorwurf

CDU-Chef Heuer wehrt sich gegen AfD-Kooperationsvorwürfe nach Wahlforum

Guido Heuer, Fraktionsvorsitzender der CDU im Landtag von Sachsen-Anhalt, hat Vorwürfe einer Zusammenarbeit mit der AfD zurückgewiesen. Er bezeichnete Andeutungen einer Absprache mit dem Spitzenkandidaten der Partei, Ulrich Siegmund, als haltlos. Die Vorwürfe entstanden nach einem Wahlforum, bei dem ein Foto und ein Video der beiden im Gespräch veröffentlicht wurden.

Heuer argumentierte, die Aufnahmen vermittelten ein falsches Bild des Austauschs. Zwar räumte er ein, dass seine Geste in Richtung von Siegmunds Mikrofon missverstanden worden sein könnte, bestritt jedoch, dass dies als Beweis für eine Kooperation gewertet werden könne. Kritiker, so Heuer, übertrieben den Vorfall bewusst, um eine vermeintliche Nähe zwischen ihnen zu konstruieren.

Er beschrieb die Situation als Dilemma: Zwar werde die AfD als rechtsextrem eingestuft, sei aber demokratisch gewählt. Heuer betonte, die CDU müsse mit der AfD in sachpolitischen Fragen im Rahmen der parlamentarischen Regeln zusammenarbeiten. Gleichzeitig lud er alle Fraktionen – einschließlich der AfD – ein, CDU-Vorlagen im Landtag zu unterstützen. Entscheidend sei der Inhalt einer Entscheidung, nicht ihre Unterstützer.

Heuer kritisierte die öffentliche Debatte um den Vorfall als ablenkend von drängenden Themen wie Bürokratieabbau und Fachkräftemangel. Die Position der CDU bleibe sachorientiert und nicht von Bündnissen geprägt, erklärte er. Parlamentarische Unterstützung müsse nach ihrer Berechtigung bewertet werden, nicht danach, wer sie leiste. An seiner Haltung, mit allen Parteien im Rahmen der Regeln zusammenzuarbeiten, habe sich trotz der Kontroverse nichts geändert.

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