07 April 2026, 10:33

Cannabis-Gesetz auf dem Prüfstand: Importe explodieren, THC-Werte steigen

Gruppe von Menschen, die um ein Auto mit einer "Legalise Cannabis Ireland"-Plakette stehen, halten Papiere im Fahrzeug, in der Nähe von Gebäuden mit Fenstern unter einem klaren blauen Himmel.

Cannabis-Gesetz auf dem Prüfstand: Importe explodieren, THC-Werte steigen

Das Bundesgesundheitsministerium wird die Cannabis-Gesetze in Deutschland überprüfen, nachdem ein neuer Bericht deutliche Steigerungen bei Importen und THC-Werten aufzeigt. Die zweiten Zwischenergebnisse des Forschungsprojekts Ekocan haben eine erneute Debatte über die teilweise Legalisierung von Freizeitcannabis ausgelöst.

Laut dem Bericht haben sich die Importe von medizinischem Cannabis seit 2023 mehr als versechsfacht. Gleichzeitig sind die THC-Konzentrationen in Cannabisprodukten nach Inkrafttreten des Cannabiskonsumgesetzes stark angestiegen.

Ein Ministeriumssprecher bestätigte, dass die Ergebnisse kaum Raum für Zweifel lassen. Innerhalb der Regierung sollen nun Gespräche über die Zukunft des Gesetzes geführt werden. Doch bereits regt sich Widerstand aus den Reihen konservativer Minister.

Bundesgesundheitsministerin Nina Warken (CDU) bezeichnete die Teillegalisierung als "Fehler". Innenminister Alexander Dobrindt (CSU) ging noch weiter und nannte die Regelung ein "totales Fiasko". Familienministerin Karin Prien (CDU) kritisierte die frühere Ampelkoalition und warf ihr vor, mit ihrer Politik den Suchtschutz für Jugendliche geschwächt zu haben. Zudem verwies sie auf einen drastischen Rückgang frühzeitiger Interventionsprogramme bei Cannabiskonsum.

Die Regierung wird nun interne Beratungen abhalten, um das Cannabisgesetz neu zu bewerten. Die Berichtergebnisse zu steigenden Importen, höheren THC-Werten und nachlassenden Präventionsbemühungen werden die anstehenden Diskussionen prägen. Sofortige Änderungen wurden bisher nicht angekündigt.

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