10 May 2026, 04:30

Bundesnetzagentur entwarnt: Keine akute Gaskrise trotz sinkender Dringlichkeit

Balkendiagramm, das den prozentualen Anteil von Europas natürlichen Gasimporten aus Russland zeigt, mit Text, der Investitionsprozentsätze angibt.

Bundesnetzagentur entwarnt: Keine akute Gaskrise trotz sinkender Dringlichkeit

Die Bundesnetzagentur hat Bedenken hinsichtlich der aktuellen Gasreserven in Deutschland zurückgewiesen. Agenturpräsident Klaus Müller betonte, dass es keinen Anlass zur Sorge gebe – trotz jüngster Kritik. Gleichzeitig wies er darauf hin, dass die Dringlichkeit der vergangenen Jahre inzwischen nachgelassen habe.

In den letzten zwei Wochen sind die Füllstände der Gasspeicher um drei Prozentpunkte gestiegen. Müller erkannte zwar öffentliche Forderungen an, die Speicher bis Mitte Mai aufzufüllen, bezeichnete diese jedoch als weder praktikabel noch kosteneffizient. Er erklärte, dass die großen unterirdischen Kavernenspeicher in Deutschland bei Bedarf innerhalb von 30 Tagen vollständig aufgefüllt werden könnten.

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Die vier schwimmenden Flüssiggas-Terminals (LNG) an Nord- und Ostsee spielten im vergangenen Winter eine entscheidende Rolle für die Versorgungssicherheit. Zwar bleibe die Speicherung wichtig, doch die intensive Fokussierung wie in den Jahren 2022 und 2023 sei nicht mehr erforderlich, so Müller. Er erinnerte zudem daran, dass die Gasgroßhändler weiterhin die Verantwortung für die Versorgungssicherheit tragen.

Die Haltung der Behörde spiegelt Vertrauen in die deutsche Gasinfrastruktur und die Lieferketten wider. Mit ausreichender Speicherkapazität für eine schnelle Befüllung und den etablierten LNG-Terminals sehen die Verantwortlichen derzeit keine akute Gefahr. Händler und bestehende Systeme sollen auch künftig für Stabilität sorgen.

Quelle