Bundesliga führt 70-Prozent-Regel für Personalausgaben ein – ein Meilenstein für mehr Stabilität
Antoinette HettnerSt.-Pauli-Präsident Göttlich Begrüßt Einführung der Gehaltsobergrenze im deutschen Profifußball - Bundesliga führt 70-Prozent-Regel für Personalausgaben ein – ein Meilenstein für mehr Stabilität
Die 36 Vereine der 1. Bundesliga und 2. Bundesliga haben sich auf eine Begrenzung der Personalausgaben auf 70 Prozent ihrer Einnahmen geeinigt. Oke Göttlich, Präsident des FC St. Pauli, begrüßte die Entscheidung als wichtigen Schritt für die Zukunft der Bundesliga.
Die neue Regelung besagt, dass die Clubs der 1. Bundesliga und 2. Bundesliga künftig maximal 70 Prozent ihrer Erträge für Spieler- und Mitarbeitergehälter aufwenden dürfen. Anders als bei der Gehaltsgrenze in den USA handelt es sich dabei nicht um einen festen Betrag, sondern um eine flexible Obergrenze, die sich am jeweiligen Vereinsbudget orientiert.
Göttlich bezeichnete die Maßnahme als "entscheidenden ersten Schritt", um den Wettbewerb und die finanzielle Stabilität der Bundesliga zu sichern. Gleichzeitig regte er weitere Reformen an, etwa eine Begrenzung der Kadergröße oder strengere Gehaltskontrollen, um die Abhängigkeit von externen Geldgebern zu verringern.
Die Entscheidung fiel nach Abstimmungen unter allen 36 Vereinen, die sich mehrheitlich für die Neuregelung aussprachen. Zwar soll die Obergrenze übermäßige Ausgaben verhindern, bleibt aber flexibel genug, um den unterschiedlichen finanziellen Gegebenheiten in den Ligen gerecht zu werden.
Die Gehaltsdeckelung markiert einen Wandel in der finanziellen Steuerung des deutschen Fußballs. Die Vereine unterliegen nun strengeren Ausgabenregeln, doch das System berücksichtigt weiterhin Unterschiede in den Einnahmequellen. Die Reform soll mehr Stabilität in die Bundesliga bringen – ohne die Wettbewerbsfähigkeit zu beeinträchtigen.






