06 May 2026, 05:48

Bundesbauministerium plant Milliarde Euro Kürzung – Wohngeldreform in der Kritik

Eine Gruppe von Menschen marschiert auf einer Straße, wobei sie ein Transparent mit der Aufschrift "Solidarität und Feminismus" tragen, mit parkenden Autos und Gebäuden im Hintergrund unter einem klaren blauen Himmel.

Bundesbauministerium plant Milliarde Euro Kürzung – Wohngeldreform in der Kritik

Das Bundesbauministerium plant, seinen Haushalt um eine Milliarde Euro zu kürzen. Dieser Schritt erfolgt, während Finanzminister Lars Klingbeil daran arbeitet, die Lücken im Bundeshaushalt zu schließen. Die Einsparungen sollen sich vor allem auf die Umstrukturierung der Wohngeldzahlungen unter der Leitung von Ministerin Verena Hubertz konzentrieren.

Die geplanten Kürzungen haben Kritik von Oppositionsparteien ausgelöst. Sahra Mirow, wohnungspolitische Sprecherin der Linken, warnte, dass eine Reduzierung des Wohngelds mehr Menschen in die Obdachlosigkeit treiben werde. Sie argumentierte, dass einkommensschwache Haushalte die Hauptlast der Änderungen tragen müssten.

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Ina Scharrenbach, Bauministerin von Nordrhein-Westfalen, forderte unterdessen grundlegende Reformen des Systems. Sie schlug vor, die gesetzliche Pflicht zur schriftlichen Antragstellung abzuschaffen – eine Regelung, die ihr Bundesland jährlich 2,2 Millionen Euro kostet. Die Änderung würde Prozesse vereinfachen und die Verwaltungskosten senken.

Unterdessen plädierte Mayra Vriesema von den Grünen für strengere Mietpreisbremse. Sie behauptete, schärfere Vorschriften für Vermieter würden die Wohnkosten senken und die Abhängigkeit von staatlichen Leistungen verringern. Die Debatte zeigt den wachsenden Druck, Haushaltskürzungen mit den Erfordernissen des sozialen Wohnungsbaus in Einklang zu bringen.

Der Plan des Ministeriums, eine Milliarde Euro einzusparen, wird nun einer weiteren Prüfung unterzogen. Falls die Reformen genehmigt werden, könnten sie die Verteilung des Wohngelds in ganz Deutschland grundlegend verändern. Das Ergebnis wird zeigen, ob die Verwaltungseinsparungen die Bedenken hinsichtlich einer Zunahme der Obdachlosigkeit überwiegen.

Quelle