Bremen ehrt verfolgte Lennhoff-Familie mit neuen Stolpersteinen und Stadion-Umbenennung
Goran BolnbachBremen ehrt verfolgte Lennhoff-Familie mit neuen Stolpersteinen und Stadion-Umbenennung
Bremen ehrt Lennhoff-Familie mit neuen Mahnmalen und geplanter Stadion-Umbenennung
Die Stadt Bremen will die Familie Lennhoff mit neuen Gedenkstätten und einem vorgeschlagenen Namenswechsel für ein lokales Stadion würdigen. Der Stadtrat wird in Kürze über Pläne beraten, sechs weitere Stolpersteine zu verlegen und einen eigenen Gedenkort zu schaffen. Diese Schritte knüpfen an frühere Ehrungen für Familienmitglieder an, die unter der nationalsozialistischen Verfolgung litten.
Teil der Initiative ist zudem der Vorschlag, einen Bürgerpreis nach Sally Lennhoff, dem Familienoberhaupt, zu benennen. Gleichzeitig behält eine Sportanlage in Soltau trotz Forderungen nach einer anderen Lösung ihren bisherigen Namen.
Drei Stolpersteine für die Familie Lennhoff existieren in Bremen bereits: Der Stein für Hedwig Lennhoff wurde 2008 in der Ostertorsteinstraße verlegt, die Steine für ihren Sohn Walter und dessen Frau Erna folgten 2017. Nun sollen sechs weitere Steine vor ihrem ehemaligen Wohnhaus und Geschäft in der Marktstraße 8 eingesetzt werden.
Zusätzlich ist an derselben Stelle ein Gedenkort geplant. Die Organisatoren stehen in Kontakt mit den in den USA lebenden Urenkeln der Familie, die das Projekt unterstützen. Bei Genehmigung könnten die neuen Steine und der Gedenkort bis 2025 fertiggestellt werden.
Der Stadtrat wird am 18. Juni über einen gemeinsamen Antrag beraten, die endgültige Abstimmung ist für Ende August vorgesehen. Der Vorschlag umfasst auch die Umbenennung einer Sportstätte in Böhmewald-Stadion – eine Idee, die von fast allen politischen Fraktionen unterstützt wird. Das Hindenburg-Stadion in Soltau behält hingegen nach einer Sanierung seinen Namen, obwohl zuvor eine Verbindung zur Familie Lennhoff diskutiert worden war.
Darüber hinaus prüft der Rat die Einführung eines Sally-Lennhoff-Ehrenpreises für verdiente Bürgerinnen und Bürger. Die Geschichte der Familie soll zudem in einer Sammelausgabe neu veröffentlicht werden, um ihr Erbe in der lokalen Geschichtsschreibung zu bewahren.
Die geplanten Gedenkstätten und der Preis sollen das Andenken an die Familie Lennhoff in Bremen wahren. Die Entscheidung des Stadtrats im August wird darüber entscheiden, ob die Stolpersteine, der Gedenkort und der Bürgerpreis realisiert werden. Bei Zustimmung könnten die neuen Ehrungen bis 2025 fertiggestellt sein und sich den drei bereits in den Bremer Straßen verlegten Steinen anschließen.






