07 February 2026, 23:16

Breitachklamm: Naturschauspiel zwischen Faszination und leichtsinnigen Besuchern

Ein kleiner Wasserfall ergießt sich über einen schneebedeckten, vereisten Felsen in einem bewaldeten Gebiet, umgeben von schneebedeckten Bäumen.

Breitachklamm: Naturschauspiel zwischen Faszination und leichtsinnigen Besuchern

Breitachklamm: Naturschauspiel im Allgäu mit vereinzelten Vorfällen. Die Breitachklamm, eine atemberaubende Naturattraktion im bayerischen Allgäu, sah sich kürzlich mit kleineren Vorfällen durch Besucher konfrontiert. So wurden zwei Kinder dabei beobachtet, wie sie Eiszapfen abbrachen und gegen die Eisformationen warfen. Die Betreiber der Schlucht zeigen sich dennoch unbeeindruckt von möglichen Langzeitschäden. Die vor etwa 10.000 Jahren durch den zurückweichenden Breitachgletscher geformte Klamm begeistert Besucher mit ihrer spektakulären, bis zu 150 Meter tiefen Schlucht und ihren gewundenen Pfaden. Seit ihrer Eröffnung für die Öffentlichkeit im Jahr 1905 zieht sie Touristen aus Oberstdorf-Tiefenbach und dem Kleinwalsertal an. Der Vorfall mit den Kindern ereignete sich während eines Routinebesuchs: Sie rissen Eiszapfen von den Formation ab und schleuderten sie gegen das umliegende Eis. Die Eltern griffen jedoch nicht ein oder versuchten, sie aufzuhalten. Ein Nutzer auf Reddit kritisierte später ein solches Verhalten und äußerte Bedenken hinsichtlich des Erhalts der empfindlichen Eissstrukturen in der Klamm. Die Mitarbeiter der Breitachklamm erklärten, sie würden eingreifen, sobald sie größere Schäden beobachten. Betriebsleiter Dominik Fritz relativierte die Vorfälle jedoch und betonte, dass sie keine ernsthafte Gefahr für die Schlucht darstellten. Der Eintritt kostet für Erwachsene 9 Euro, für Kinder 2,50 Euro. Die Klamm verfügt über mehrere Rundwanderwege, die mit höheren Routen rund um Breitach und den Engenkopf verbunden sind. In den vergangenen fünf Jahren schwankten die Besucherzahlen – mit einem deutlichen Rückgang in den Jahren 2020 und 2021 aufgrund der Pandemie-Beschränkungen. Seit der Wiederbelebung des Tourismus haben sich die Zahlen jedoch erholt. Ursprünglich wurde die Klamm 1905 auf Initiative des Tiefenbacher Pfarrers Johannes Schiebel für die Öffentlichkeit zugänglich gemacht. Ihre wilde Schönheit und die gute Erreichbarkeit machen sie bis heute zu einem beliebten Ziel für Wanderer und Naturliebhaber. Die Breitachklamm bleibt eine gut gepflegte Attraktion, bei der das Personal das Verhalten der Besucher im Auge behält. Zwar kommt es vereinzelt zu Schäden, doch die Betreiber stufen diese nicht als ernsthaftes Risiko ein. Dank ihrer historischen Bedeutung und natürlichen Anziehungskraft bleibt die Klamm ein gefragtes Ausflugsziel. Die Eintrittsgelder und das Wegenetz tragen dabei zu ihrem Erhalt und ihrer Zugänglichkeit bei.

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