30 June 2026, 16:35

Braunschweigs Händler kämpfen mit jahrelangem Baustellen-Chaos und fehlender Hilfe

Keine Soforthilfe für durch Bauarbeiten geschädigte Unternehmen: Das wird nicht passieren

Braunschweigs Händler kämpfen mit jahrelangem Baustellen-Chaos und fehlender Hilfe

Unternehmen in Braunschweig leiden unter langwierigen Baustellen an zentralen Standorten

Die anhaltenden Bauarbeiten am Hagenmarkt, am Bültenweg und in der Helmstedter Straße setzen die heimische Wirtschaft unter Druck. Durch die Einschränkungen geht Passantenaufkommen zurück, Parkplätze und Zufahrtswege fallen weg – mit spürbaren Folgen für den lokalen Handel.

Als Reaktion darauf brachten Robert Glogowski und die BIBS-Fraktion einen Antrag ein, um den Baustellenfonds der Stadt wieder einzurichten. Sie kritisierten, dass die Untätigkeit des Rates die Situation für die betroffenen Betriebe weiter verschärfe.

In der Ratssitzung betonte Glogowski erneut die Notwendigkeit finanzieller Unterstützung. Bianca Braunschweig von den Grünen verwies auf die Bedeutung langfristiger Infrastrukturverbesserungen für die Stabilität der Unternehmen. Maximilian Pohler (CDU) räumte zwar das „Bauchaos“ ein, warf Glogowski jedoch vor, mit seinem Vorschlag die eigentlichen Probleme nicht zu lösen.

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Kurz vor der Abstimmung brachten SPD, CDU und Grüne einen letzten Änderungsantrag ein. Dieser verlagerte den Fokus von Soforthilfen hin zu einer langfristigen Bewertung, wie Unternehmen bei längerfristigen öffentlichen Bauvorhaben besser unterstützt werden können. Der Antrag wurde angenommen und veränderte Glogowskis ursprünglichen Vorschlag damit grundlegend.

Der neue Plan sieht vor, vergangene Erfahrungen auszuwerten, um künftige Hilfsmaßnahmen zu optimieren. Die Ergebnisse sollen vor den Haushaltsberatungen für 2027/2028 in den zuständigen Ausschüssen diskutiert werden. Stefan Wirtz (AfD) kritisierte das zögerliche Tempo der Umsetzung, während andere darauf hinwiesen, dass der Fonds derzeit aufgrund von Haushaltsengpässen ohnehin keine Mittel zur Verfügung hat.

Der Rat hat sich nun verpflichtet, die Unterstützungsmöglichkeiten für betroffene Unternehmen zu prüfen. Die Ergebnisse sollen in die Entscheidungen über mögliche Fördermittel im nächsten Haushaltszyklus einfließen. Für die Händler vor Ort bedeutet das jedoch: Auf konkrete Entlastungen im Hier und Jetzt müssen sie vorerst weiter warten.

Quelle