Braunschweig wird Bundeswehr-Standort – aber ganz anders als früher
Antoinette HettnerBraunschweig wird Bundeswehr-Standort – aber ganz anders als früher
Braunschweig wird wieder Bundeswehr-Standort – aber ohne Garnison
Die niedersächsische Stadt Braunschweig bekommt erneut eine militärische Präsenz: Hier soll ein neues Musterungszentrum für den freiwilligen Wehrdienst der Bundeswehr entstehen. Doch anders als in der Vergangenheit wird die Stadt dadurch nicht wieder zur Garnison – das betonen die Verantwortlichen ausdrücklich.
Die Wahl fiel auf Braunschweig wegen der hohen Bevölkerungsdichte und des großen Potenzials an möglichen Bewerbern. Im Gegensatz zu früheren Militärstandorten wird die neue Einrichtung jedoch überwiegend zivil geprägt sein: Nur etwa 50 Dienstposten sollen von Soldatinnen und Soldaten besetzt werden. Neue Kasernen oder Truppeneinheiten wird es nicht geben.
Das alte Wehrbezirkskommandos an der Grünewaldstraße, das einst für Musterungen genutzt wurde, wird für das neue Vorhaben nicht reaktiviert. Stattdessen wird die Einrichtung Teil eines bundesweiten Netzes von Musterungszentren sein, das derzeit aufgebaut wird.
Die Bau- und Einrichtungsarbeiten laufen bereits, erste Zentren könnten noch in diesem Jahr ihren Betrieb aufnehmen. Bis 2027 soll das gesamte Netzwerk voll funktionsfähig sein.
Der Fokus der Bundeswehr-Präsenz in Braunschweig liegt damit auf administrativen Aufgaben und der Rekrutierung – nicht auf der Stationierung von Truppen. Die Rolle der Stadt bleibt auf die Unterstützung des neuen Systems für den freiwilligen Wehrdienst beschränkt. Alle Zentren sollen innerhalb der nächsten drei Jahre vollständig einsatzbereit sein.






