Braunschweig reduziert Windkraftflächen – doch die Ziele für 2027 bleiben erreicht
Birte SchülerBraunschweig reduziert Windkraftflächen – doch die Ziele für 2027 bleiben erreicht
Der Regionalverband Braunschweig hat seinen Entwurf für die Ausweisung von Windkraftflächen überarbeitet. Die Überarbeitung erfolgte nach öffentlicher Rückmeldung und reduziert die Zahl der Vorranggebiete von 88 auf 80. Dennoch muss die Region die verbindlichen gesetzlichen Vorgaben für Windenergie an Land bis 2027 erfüllen.
Niedersachsen verlangt vom Braunschweiger Raum, bis 2027 insgesamt 2,46 Prozent seiner Fläche für Windenergie auszuweisen – das entspricht etwa 12.500 Hektar. Die aktuellen Vorranggebiete decken bereits 2,9 Prozent der Region ab, also knapp 15.000 Hektar, und übertreffen damit das Ziel für 2027.
Der Verband strich ein großes Gebiet zwischen Seershausen, Hillerse und Edemissen aus der Liste der Vorrangflächen. Dieses erstreckt sich über die Landkreise Gifhorn und Peine. Stattdessen wurde ein neues Areal südlich von Kirchberg bei Seesen im Landkreis Goslar aufgenommen.
Der zweite Entwurf des Plans wird zur öffentlichen Einsichtnahme veröffentlicht – sowohl online als auch in gedruckter Form. Der genaue Beginn der Bürgerbeteiligung steht jedoch noch aus; ein Termin wurde bisher nicht festgelegt. Zudem bereitet der Verband die nächste Phase der raumplanerischen Steuerung für Windkraft in der gesamten Region vor.
Eine kommunale Öffnungsklausel ermöglicht es Städten und Gemeinden, zusätzliche Flächen bereitzustellen. Diese können auf die Windenergieziele der Region für 2032 angerechnet werden.
Der überarbeitete Plan verringert zwar die Vorranggebiete, erfüllt aber weiterhin die Vorgaben für 2027. Kommunen können zudem durch die Bereitstellung weiterer Flächen zum Ausbau der Windenergie beitragen. Der zweite Entwurf wird in Kürze zur öffentlichen Einsicht vorliegen.






