Braunschweig plant 60-Millionen-Sanierung für den Großen Hof als lebendiges Kreativquartier
Antoinette HettnerBraunschweig plant 60-Millionen-Sanierung für den Großen Hof als lebendiges Kreativquartier
Braunschweigs Stadtteil Großer Hof steht vor einem tiefgreifenden Wandel, nachdem Pläne bekannt gegeben wurden, das Gebiet als städtebauliches Sanierungsgebiet auszuweisen. Der Bezirk, der derzeit mit geschlossenen Schulen und übermäßigem Parkplatzangebot zu kämpfen hat, könnte bei Genehmigung durch die Behörden eine 60-Millionen-Euro-Sanierung erfahren. Stadtvertreter bezeichnen das Vorhaben als einen entscheidenden Schritt zur Modernisierung des Viertels.
Die Neugestaltung soll langjährige Probleme im Großer Hof angehen, wo zwei Schulen geschlossen wurden und große Parkflächen das Bild prägen. Planer verweisen auf die „offensichtlichen Defizite“ des Gebiets als Chance, es in ein lebendiges, autoreduziertes Kreativquartier umzuwandeln. Die Entwürfe orientieren sich teilweise am Siegerentwurf des Wettbewerbs „Wohn- und Kreativquartier Großer Hof 2024“.
Die Stadtverwaltung hat bereits 7,9 Millionen Euro bereitgestellt und wird zusätzliche Mittel über das Programm „Wachstum und nachhaltige Erneuerung“ beantragen. Die verbleibenden Kosten in Höhe von 60 Millionen Euro sollen aus Landes- und Bundesmitteln für Stadtentwicklung gedeckt werden. Bei erfolgreicher Umsetzung entstehen neuer Wohnraum, Kulturflächen und eine verbesserte soziale Infrastruktur.
Geplant sind unter anderem eine Kita und ein Familiengemeinschaftszentrum. Die Lage des Viertels am Rande der Innenstadt erhöht den Handlungsdruck – die Verantwortlichen betonen, dass schnelles Handeln nötig sei, um einen weiteren Niedergang zu verhindern. Der Fokus auf Nachhaltigkeit und Kreativität soll Anwohner und Unternehmen in das wiederbelebte Viertel locken.
Die Sanierung könnte zu einem der größten städtischen Erneuerungsprojekte Braunschweigs in den letzten Jahren werden. Eine Bewilligung würde die Finanzierung freigeben und den Bau eines gemischten Quartiers mit Wohnungen, Kunst- und Kulturflächen sowie besseren öffentlichen Einrichtungen ermöglichen. Nun wartet die Stadt auf die Entscheidung über ihren Förderantrag, bevor die Arbeiten beginnen können.






