08 May 2026, 20:29

Braunkohleregionen planen gemeinsamen Strukturwandel nach dem Kohleausstieg

Schwarz-weiß-Foto einer 19. Jahrhundert deutschen Fabrik mit Arbeitern, die Maschinen bedienen, umgeben von Metallstangen und -pfählen, beschriftet mit "Neue Eisenglebeerei, die erste Fabrik in Deutschland."

Braunkohleregionen planen gemeinsamen Strukturwandel nach dem Kohleausstieg

Vertreter der vier deutschen Braunkohleregionen trafen sich Anfang dieses Monats zu einem zweitägigen Austausch im Landkreis Helmstedt. Die dritte Auflage des Braunkohleregionen-Dialogs fand am 6. und 7. Mai auf Burg Warberg statt, organisiert von der Wirtschaftsregion Helmstedt GmbH und ihren Partnern. Im Mittelpunkt stand die Gestaltung des Strukturwandels und die Steuerung von Erwartungen während des Kohleausstiegs.

An der Veranstaltung nahmen Delegierte aus der Lausitz, dem Rheinischen Revier, Mitteldeutschland und Helmstedt – der kleinsten der vier Braunkohleregionen – teil. Trotz unterschiedlicher Größen und Ausgangsbedingungen arbeiteten die Gruppen an gemeinsamen Strategien für einen gelungenen Wandel. Diskutiert wurden das Tempo der Umstellung, Schwerpunkte der Förderung sowie die aktive Gestaltung der regionalen Entwicklung.

Ein wichtiger Moment war die Vergabe eines 2,1-Millionen-Euro-Zuschusses für das Soziale Quartier Offleben und das Lokale Versorgungszentrum. Die Regionen verwalten gemeinsam Strukturstärkungsmittel in Höhe von rund 40 Milliarden Euro, die bis 2038 investiert werden sollen.

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Höhepunkt der Veranstaltung war ein Abendempfang auf Burg Warberg mit Reden von Gerhard Radek, Dr. Klaus Freytag, Grant Hendrik Tonne und Dr. Wolf-Michael Schmid. Der Braunkohleregionen-Dialog hat sich mittlerweile zu einer zentralen Plattform für die Koordinierung des Strukturwandels in Deutschland entwickelt.

Obwohl die Region Helmstedt die kleinste ist, übernimmt sie eine führende Rolle im bundesweiten Dialog. Der Austausch stärkte die Zusammenarbeit der vier Braunkohleregionen, die sich gemeinsam den wirtschaftlichen und sozialen Herausforderungen des Wandels stellen. Mit dem Fortschreiten des Ausstiegs sind weitere Gespräche und Förderentscheidungen zu erwarten.

Quelle