07 June 2026, 00:29

Berlin plant 56.000 neue Sozialwohnungen bis 2030 – doch Grünflächen bleiben geschützt

Stadtische Wohnungsunternehmen streben Erweiterung des bestehenden Bestands an

Berlin plant 56.000 neue Sozialwohnungen bis 2030 – doch Grünflächen bleiben geschützt

Berlins sieben landeseigene Wohnungsbaugesellschaften haben Pläne bekannt gegeben, ihre Bestände bis 2030 deutlich auszubauen. Damit sollen 56.000 neue Wohnungen entstehen – ein Plus von 14 Prozent –, die rund 120.000 Bewohnerinnen und Bewohnern bezahlbaren Wohnraum bieten. Der Großteil des Wachstums entsteht durch Neubauten, doch auch der Ankauf bestehender Immobilien ist dort, wo sinnvoll, vorgesehen.

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Laut aktueller Strategie steigt die Zahl der von diesen Unternehmen verwalteten Wohnungen von 408.000 auf 440.000 bis 2030. Bis 2035 könnten es Prognosen zufolge fast 465.000 werden. Ein zentraler Vorschlag aus der Zivilgesellschaft sieht vor, am Rand des Tempelhofer Felds – dem weitläufigen Gelände des ehemaligen Flughafens – 21.400 Wohnungen zu errichten. Allerdings schreibt das Tempelhofer-Feld-Gesetz vor, dass 200 Hektar der offenen Wiesenfläche unberührt bleiben müssen.

Regierender Bürgermeister Kai Wegner zeigt sich offen für eine Bebauung entlang des Geländerands. Dieser Ansatz soll den dringend benötigten Wohnungsbau mit dem gesetzlichen Schutz der Grünflächen in Einklang bringen. Die Expansion ist Teil umfassender Maßnahmen, um den Wohnungsmangel in Berlin durch Neubauten und gezielte Ankäufe zu lindern.

In den kommenden zehn Jahren werden die landeseigenen Unternehmen damit deutlich mehr Wohnungen verwalten. Mit dem Fokus auf Neubauten und strategische Zukäufe soll die Initiative den Druck auf dem Wohnungsmarkt verringern. Wird der Plan für das Tempelhofer Feld umgesetzt, könnte er eine zentrale Rolle dabei spielen, Berlins langfristige Wohnungsbauziele zu erreichen.

Quelle