Bayern deckt 550.000 Euro Steuerhinterziehung durch Influencer auf
Antoinette HettnerBayern deckt 550.000 Euro Steuerhinterziehung durch Influencer auf
Eine Steuerprüfung in Bayern hat ergeben, dass Influencer rund 550.000 Euro an Steuern nicht gezahlt haben. Die Entdeckung erfolgte nach einer detaillierten Auswertung finanzieller Daten durch eine Sonderermittlungseinheit. Finanzminister Albert Füracker (CSU) betonte die Bedeutung fairer Steuerzahlungen durch Social-Media-Profis.
Die Einheit „eCommerce“ beim Bayerischen Landesamt für Steuern sammelte im Rahmen der Prüfungen für die Jahre 2024 und 2025 etwa 60.000 Datensätze. Diese repräsentieren Gesamtumsätze von 1,4 Milliarden Euro in verschiedenen Branchen. Rund 9.000 dieser Datensätze – mit einem Volumen von 211 Millionen Euro – waren bayerischen Steuerpflichtigen zuzuordnen.
Die Ermittler nutzten KI-gestützte Software, um die Aktivitäten von Influencern auf verschiedenen Plattformen zu verfolgen und zu bewerten. Bisher wurde etwa die Hälfte der bayerischen Datensätze überprüft. Dabei wurden bereits 550.000 Euro an nicht gezahlten Steuern aufgedeckt. Die Auswertung der verbleibenden Daten könnte weitere Nachzahlungen ans Licht bringen.
Finanzminister Albert Füracker rief die Influencer zu mehr Transparenz bei ihren Einnahmen auf. Er machte deutlich, dass alle Social-Media-Profis ihren steuerlichen Verpflichtungen nachkommen müssen. Die „eCommerce“-Einheit beobachtet die rasant wachsende Influencer-Branche weiterhin genau.
Die Ergebnisse zeigen, dass einige Influencer ihre fälligen Steuern nicht entrichtet haben. Die Arbeit der Sondereinheit könnte künftig zu weiteren rückforderbaren Beträgen führen. Mit seinem Appell an die Ehrlichkeit will der Minister die Einhaltung der Steuerpflichten in der Branche sicherstellen.






