Bauernproteste eskalieren: Traktorkorsos und Großkundgebung gegen Diesel-Kürzungen
Birte SchülerBauernproteste eskalieren: Traktorkorsos und Großkundgebung gegen Diesel-Kürzungen
Landwirte in der Region Lüneburger Heide haben eine Woche der Proteste gegen geplante Kürzungen der Agrardiesel-Subventionen gestartet. Die von der örtlichen Landvolk-Kreisverband organisierte Kampagne begann mit einer symbolischen Aktion: Gummistiefel wurden an Ortsschildern aufgehängt. Die Demonstrationen werden mit Kundgebungen, Traktorkorsos und einer Großkundgebung in Berlin an Intensität gewinnen.
Auslöser der Proteste war die Ankündigung der Bundesregierung, die Dieselsteuerermäßigung von 21,48 Cent pro Liter über drei Jahre schrittweise abzuschaffen. Ursprünglich war zudem eine neue Fahrzeugsteuer für Landwirtschaftstraktoren geplant, die jedoch nach massiver Kritik wieder fallen gelassen wurde.
Am Donnerstag, den 11. Januar, beteiligen sich Landwirte aus dem Heidekreis an einer Kundgebung in Hannover. Der Höhepunkt der Aktionswoche ist am Montag, den 15. Januar, wenn von 6 bis 18 Uhr mobile Traktorkorsos durch die Städte fahren. Gegen 16:30 Uhr werden Traktoren Brücken und Autobahnen in organisierten Formationen säumen.
Für Samstag, den 13. Januar, ist um 14:30 Uhr eine lokale Demonstration geplant, deren genauer Ort noch nicht bestätigt wurde. Den Abschluss bildet am Montag, den 15. Januar, eine Großkundgebung am Brandenburger Tor in Berlin.
Der Landvolk Niedersachsen und der Deutsche Bauernverband fordern eine vollständige Rücknahme der Kürzungen. Sie argumentieren, dass die Kraftstoffsteuern den Straßenbau finanzieren und nicht für Landwirtschaftsmaschinen bestimmt seien – die Subventionen müssten daher erhalten bleiben.
Die Aktionswoche unterstreicht den Widerstand der Landwirte gegen die schrittweise Abschaffung der Dieselzuschüsse. Zwar wurde die Traktorsteuer gestrichen, doch die zentrale Forderung – die volle Beibehaltung der Steuerermäßigung – bleibt unerfüllt. Sollte die Regierung ihre Pläne nicht zurücknehmen, sind weitere Proteste zu erwarten.






