10 February 2026, 23:59

Bauernhof in Niedersachsen revolutioniert Gemüseanbau mit aufbereitetem Abwasser

Ein Garten mit einem Schild, auf dem "Recycled Water (STP) Only Being Used for Gardening" steht, umgeben von grünem Gras, Blumen, Bäumen und einem blauen Himmel.

Bauernhof in Niedersachsen revolutioniert Gemüseanbau mit aufbereitetem Abwasser

Ein Bauernhof in Niedersachsen testet eine bahnbrechende Methode, um Gemüse anzubauen und gleichzeitig Wasser zu sparen. Im Rahmen des Projekts HypoWave wird aufbereitetes Abwasser für die hydroponische Kultivierung genutzt, wodurch der Frischwasserverbrauch deutlich reduziert wird. Dieser Ansatz könnte Landwirten und Städten helfen, Wasserknappheit besser zu bewältigen.

Der erste groß angelegte Praxistest des Systems läuft nun in einem 1.600 Quadratmeter großen Gewächshaus in Wahrenholz im Landkreis Gifhorn. Betrieben von der IseBauern GmbH & Co. KG, wird hier statt Frischwasser gereinigtes Abwasser für den Tomatenanbau eingesetzt. Bei Erfolg könnte das gesamte Gewächshaus langfristig auf diese Methode umstellen und so bis zu 11.000 Kilogramm Tomaten pro Jahr produzieren.

Das HypoWave-System funktioniert, indem es Abwasser aufbereitet und wiederverwendet, sodass es sicher für die Bewässerung ist. Dadurch verringert sich die Abhängigkeit von Trink- und Grundwasser, die durch die Landwirtschaft zunehmend belastet werden. Gleichzeitig optimiert die Technologie die Nährstoffversorgung, was das Pflanzenwachstum effizienter macht.

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Wasserkonflikte nehmen zu, da Klimawandel und steigender Bedarf die Ressourcen belasten. Das Projekt bietet eine praktische Lösung, indem es Abwasser in eine nutzbare Ressource verwandelt. Kommunale Kläranlagen könnten künftig sogar ihre Absetzbecken umfunktionieren, um ähnliche Systeme zu unterstützen.

Mit dem Start dieses Reallabors ergibt sich die Möglichkeit, das HypoWave-System unter realen Bedingungen zu erproben und weiterzuentwickeln. Bewährt es sich, könnte es einen neuen Standard für wassersparende Landwirtschaft in Deutschland setzen. Die Ergebnisse könnten auch andere Regionen dazu ermutigen, aufbereitetes Abwasser in der Landwirtschaft einzusetzen.