26 June 2026, 22:23

Bahnstrecke Hamburg–Berlin nach sechs Wochen Verzögerung wieder offen – doch die Probleme bleiben

Renovierung der Hamburg-Berlin-Bahnlinie deutlich teurer

Bahnstrecke Hamburg–Berlin nach sechs Wochen Verzögerung wieder offen – doch die Probleme bleiben

Die Bahnstrecke Hamburg–Berlin ist nach sechs Wochen Verspätung endlich wieder in Betrieb

Die Modernisierung der Strecke verzögerte sich aufgrund harter Winterbedingungen und explodierender Kosten. Die Gesamtkosten stiegen von ursprünglich 2,2 Milliarden Euro auf rund 2,7 Milliarden Euro.

Eigentlich sollte die Verbindung bereits Anfang Mai wiedereröffnet werden. Doch anhaltender Frost im Januar und Februar verschob den Termin auf Mitte Juni. Monatelang mussten Regionalreisende auf Ersatzbusse ausweichen, während Fernzüge über Stendal und Uelzen umgeleitet wurden – mit deutlichen Fahrzeitverlängerungen.

Doch auch nach der Wiederinbetriebnahme gab es weiterhin Probleme: Aufzüge fielen sofort aus, und die Züge fuhren nicht nach Plan. Ein 300-Millionen-Euro-Notfallfonds für unvorhergesehene Schwierigkeiten wurde vollständig aufgebraucht. Zudem musste die Installation des neuen europäischen Zugsicherungssystems (ETCS) verschoben werden – was in den nächsten fünf bis zehn Jahren eine weitere längere Vollsperrung erforderlich machen wird.

Die Aufrüstung ist Teil eines umfassenden Programms, das bis Mitte der 2030er-Jahre Dutzende Strecken modernisieren soll. Jede dieser Verbindungen wird für ähnliche Arbeiten monatelang gesperrt werden müssen.

Zwar ist die Strecke nun wieder befahrbar, doch die Endabrechnung beläuft sich auf 2,7 Milliarden Euro. Reisende müssen mit weiteren Einschränkungen rechnen, sobald das ETCS-System nachgerüstet wird. Das landesweite Sanierungsprogramm wird den Bahnverkehr in Deutschland noch Jahre lang beeinflussen.

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