Arbeitsmarkt in Bremen und Niedersachsen: Licht und Schatten im ersten Halbjahr
Antoinette HettnerArbeitsmarkt in Bremen und Niedersachsen: Licht und Schatten im ersten Halbjahr
Der Arbeitsmarkt in Bremen und Niedersachsen zeigt gemischte Entwicklungen. Die Beschäftigungs- und Arbeitslosenzahlen für April und Juni offenbaren sowohl Fortschritte als auch Herausforderungen in den beiden Regionen.
In Bremen lag die Zahl der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten im April bei 347.500. Das entspricht einem leichten Rückgang um 800 im Vergleich zum Vorjahr. Die Arbeitslosigkeit in der Stadt sank im Juni auf 42.090, nach 42.454 im Mai. Auch die Arbeitslosenquote verringerte sich auf 11,1 Prozent im Juni. Die Unterbeschäftigung in Bremen ging im April um 1,8 Prozent im Jahresvergleich auf 52.607 Personen zurück.
In Niedersachsen stellte sich die Lage anders dar. Die Zahl der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten stieg im April auf 3.162.900 – ein Plus von 8.700 gegenüber dem Vorjahr. Die Arbeitslosigkeit in der Region sank im Juni auf 270.449, nach 271.864 im Mai. Die Arbeitslosenquote blieb mit 6,0 Prozent im Juni stabil. Allerdings stieg die Unterbeschäftigung im April um 0,5 Prozent im Jahresvergleich auf 329.550 Personen an.
Johannes Pfeiffer, Leiter der Regionaldirektion der Bundesagentur für Arbeit, verwies auf den größeren Zusammenhang. Er betonte, dass sich der Arbeitsmarkt aufgrund von Faktoren wie künstlicher Intelligenz, geopolitischen Herausforderungen, demografischem Wandel und Fachkräftemangel deutlich umstrukturiert.
Während Bremen einen Rückgang bei Arbeitslosigkeit und Unterbeschäftigung verzeichnete, ging die Beschäftigtenzahl leicht zurück. Niedersachsen erlebte zwar ein Beschäftigungswachstum, gleichzeitig nahm jedoch die Unterbeschäftigung zu. Der Arbeitsmarkt passt sich weiterhin den wirtschaftlichen und technologischen Veränderungen an.
