Apotheken in Deutschland kämpfen ums Überleben – Patienten drohen Medikamenten-Engpässe
Goran BolnbachApotheken in Deutschland kämpfen ums Überleben – Patienten drohen Medikamenten-Engpässe
Apotheken in der Nähe in Deutschland stehen unter wachsendem Finanzdruck – die Arzneimittelversorgung ist in Gefahr.** Der Landesapothekerverband Niedersachsen (LAV) fordert nun von der Bundesregierung dringend Maßnahmen, um die festen Vergütungssätze für Apotheken anzuheben. Ohne sofortige Änderungen drohten weitere Schließungen, warnen Verbandsvertreter – mit gravierenden Folgen für Patienten, die dann Schwierigkeiten hätten, lebenswichtige Medikamente und fachkundige Beratung zu erhalten.
Der LAV hat die Bundesregierung aufgefordert, die seit Langem versprochenen Erhöhungen der Vergütungssätze ohne weitere Verzögerung umzusetzen. Verbandsvorsitzender Berend Groeneveld betonte, dass jahrelange Stagnation bei den Finanzzuweisungen viele Apotheken an den Rand der wirtschaftlichen Existenz gedrängt habe. Ohne verlässliche Förderung könnten sie ihre Kernaufgaben kaum noch erfüllen – geschweige denn zusätzliche Verantwortung übernehmen, etwa in der Patientenberatung oder bei der Arzneimittelversorgung in ländlichen Regionen.
Die Landesregierung und Gesundheitsminister Dr. Andreas Philippi (SPD) haben die Dramatik der Lage zwar anerkannt. Doch auf Bundesebene fehlt es bisher an konkreten Schritten zur Anpassung der Apothekenvergütung. Groeneveld warnte, dass weitere Verzögerungen die flächendeckende Arzneimittelversorgung in Deutschland gefährden könnten. Patienten müssten dann mit längeren Wegen rechnen, um Rezeptmedikamente abzuholen oder fachlichen Rat zu erhalten.
Falls die angekündigten Anpassungen der Vergütungssätze nicht umgehend erfolgen, kündigte der Verband an, die Öffentlichkeitsarbeit zu verschärfen. Ziel sei es, die direkten Folgen von Apotheken-Schließungen für die Gesundheitsversorgung in den Kommunen deutlich zu machen.
Die Warnung des LAV kommt zu einer Zeit, in der viele Apotheken bereits unter massivem Kostendruck arbeiten. Ohne die versprochenen Vergütungserhöhungen drohen weitere Schließungen, die die Medikamentenverteilung beeinträchtigen und Patienten zwingen könnten, weite Strecken zurückzulegen. Der Verband pocht darauf, dass sofort gehandelt werden muss, um eine stabile Finanzierung zu sichern – und eine Vertiefung der Krise in der öffentlichen Gesundheitsversorgung zu verhindern.






