27 March 2026, 14:41

Apotheken ächzen unter explodierenden Lohnkosten durch Mindestlohn und Tarifabschlüsse

Plakat mit der Aufschrift "Verringerung der Arzneimittelkosten unter der Biden-Harris-Verwaltung" mit Text und Logo.

Apotheken ächzen unter explodierenden Lohnkosten durch Mindestlohn und Tarifabschlüsse

Lohnkosten in deutschen Apotheken steigen stark – Mindestlohn und Tarifabschlüsse belasten die Branche

Die Personalkosten für Apotheken in Deutschland sind nach jüngsten Tarifabschlüssen und Erhöhungen des gesetzlichen Mindestlohns deutlich gestiegen. Die neuesten Anpassungen, darunter eine monatliche Gehaltserhöhung von 150 Euro für Einstiegspositionen, verschärfen die finanzielle Belastung in einem ohnehin schon angespannten Sektor. Weitere Steigerungen stehen in den kommenden Jahren bevor: Bis 2027 soll der Mindestlohn auf 14,60 Euro steigen.

Die aktuellen Tarifverträge sehen vor, dass Pharmazeutisch-technische Assistenten (PTA) ab dem 1. Juli 2024 ein monatliches Plus von 150 Euro erhalten. Ab dem 1. Januar 2026 folgt dann eine allgemeine Lohnerhöhung von 3,0 Prozent für alle Entgeltgruppen. Regional gibt es Unterschiede: In Nordrhein steigen die Gehälter ab Januar 2025 um 140 Euro, in Sachsen ab Juli 2025 um 160 Euro.

Die Anhebung des gesetzlichen Mindestlohns auf 13,90 Euro verursacht pro Apotheke zusätzliche jährliche Kosten von etwa 700 Euro. Zusammen mit den tariflichen Erhöhungen beläuft sich die Gesamtbelastung im Schnitt auf rund 9.500 Euro pro Jahr. Diese finanziellen Herausforderungen treffen die Branche in einer ohnehin schwierigen wirtschaftlichen Lage – Entlastung ist nicht in Sicht.

Die aktuellen Lohnvereinbarungen laufen in den verschiedenen Regionen zu unterschiedlichen Zeitpunkten aus. Der Adexa-ADA-Tarifvertrag endet am 31. Dezember 2026, während die Regelung in Nordrhein-Westfalen mit der TGL bereits ein halbes Jahr früher, am 30. Juni 2026, ausläuft. In Sachsen läuft der bestehende Vertrag ebenfalls Ende 2026 aus. Die Gewerkschaft Adexa hat bereits angekündigt, nach Ablauf dieser Verträge erneut in Verhandlungen treten zu wollen.

Ein weiterer Anstieg des Mindestlohns ist für den 1. Januar 2027 geplant: Dann steigt der Satz auf 14,60 Euro – ein Plus von 17,6 Prozent gegenüber dem aktuellen Niveau. Dies wird die Kosten für Apotheken weiter in die Höhe treiben, die bereits unter den bisherigen Anpassungen ächzen.

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Durch gesetzliche und tarifliche Lohnerhöhungen sehen sich Apotheken nun mit deutlich höheren Personalkosten konfrontiert. Da weitere Steigerungen für 2027 bereits feststehen, wird sich die finanzielle Belastung der Branche voraussichtlich weiter verschärfen. Die Gewerkschaft hat bestätigt, dass nach Auslaufen der aktuellen Verträge neue Lohnverhandlungen aufgenommen werden – was möglicherweise zu zusätzlichem Kostendruck führen könnte.

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