27 March 2026, 10:31

AOK-Mitarbeiter streiken bundesweit für höhere Löhne am 14. Januar 2026

Eine Gruppe von Menschen auf einem Gebäude, die eine Fahne halten, mit einem Baum links und Glasfenstern im Hintergrund, die scheinbar für die deutsche Regierung protestieren.

AOK-Mitarbeiter streiken bundesweit für höhere Löhne am 14. Januar 2026

Beschäftigte der AOK kündigen bundesweiten Streik für den 14. Januar 2026 an

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Bei der AOK, Deutschlands größtem gesetzlichem Krankenversicherer, wird es am 14. Januar 2026 zu einem flächendeckenden Streik kommen. Die von der Gewerkschaft für Soziale Versicherung (GdS) organisierte Arbeitsniederlegung folgt auf gescheiterte Tarifverhandlungen und steigende Lebenshaltungskosten. Die Mitarbeiter fordern höhere Löhne und bessere Arbeitsbedingungen von der Tarifgemeinschaft der AOK (TGAOK).

Die GdS hatte zum Streik aufgerufen, nachdem die AOK ihre Forderungen nicht erfüllt hatte. Über 10.000 Beschäftigte haben Petitionen unterzeichnet, in denen sie sich für bessere Bezahlung und höhere Urlaubsgelder einsetzen. GdS-Bundesvorsitzender Maik Wagner nannte die stark gestiegenen Lebenshaltungskosten sowie die solide finanzielle Lage der AOK als zentrale Gründe für die Arbeitskampfmaßnahmen.

Durch den Streik dürften die Abläufe bei der AOK beeinträchtigt werden, insbesondere in regionalen Servicezentren und bei den Telefon-Hotlines. Kunden müssen mit längeren Wartezeiten und eingeschränkten Servicezeiten rechnen. Die erste Runde der Tarifverhandlungen findet am 14. und 15. Januar in Berlin statt – zeitgleich mit dem Streik.

Während öffentlich zugängliche Daten zu den Gehaltsentwicklungen der AOK in den letzten fünf Jahren begrenzt sind, deuten aktuelle Tarifvorschläge auf eine Lohnerhöhung von 4,8 Prozent über 24 Monate hin. Auf der Plattform Kununu bewerten Mitarbeiter die Zufriedenheit mit der Bezahlung mit 3,9 von 5 Punkten – ein Wert, der dem Branchendurchschnitt im Versicherungssektor entspricht. Einige Beschäftigte berichten jedoch, dass die Vergütung hinter der anderer großer Krankenkassen zurückbleibt. Die GdS strebt an, dass die AOK in Sachen Löhne und Arbeitsbedingungen Maßstäbe für die gesamte Branche setzt.

Der Streik beginnt am 14. Januar, parallel zu den anstehenden Verhandlungen in derselben Woche. Sollte keine Einigung erzielt werden, könnten die Serviceeinschränkungen anhalten und den täglichen Betrieb der AOK weiter belasten. Das Ergebnis der Gespräche wird entscheiden, ob es in den kommenden Monaten zu weiteren Arbeitskampfmaßnahmen kommt.

Quelle