Aktionswoche Schuldenberatung: Warum das P-Konto oft zum Problemkonto wird
Antoinette HettnerAktionswoche Schuldenberatung: Warum das P-Konto oft zum Problemkonto wird
Aktionswoche Schuldenberatung: Vom 15. bis 19. Juni dreht sich alles um das P-Konto
In diesem Jahr findet die Aktionswoche Schuldenberatung in Deutschland vom 15. bis 19. Juni statt. Unter dem Motto „Wie komme ich an mein Geld? Wenn das P-Konto zum Problemkonto wird“ rückt sie die anhaltenden Schwierigkeiten mit pfändungsschutzgeschützten Konten in den Fokus. Trotz gesetzlicher Sicherungen haben viele Betroffene weiterhin mit praktischen Hürden zu kämpfen.
Rechtlich vorgesehen, doch nicht immer umgesetzt Laut Gesetz kann jeder Inhaber eines Girokontos – selbst bei negativem Saldo – die Umwandlung in ein Pfändungsschutzkonto (P-Konto) beantragen. Dieses schützt einen monatlichen Grundfreibetrag von 1.560 Euro vor Pfändungen. Doch wie die Diakonie Fürth berichtet, halten sich Banken nicht immer an diese Vorgaben: Manche ändern widerrechtlich Vertragsbedingungen oder sperren nach der Einrichtung des P-Kontos die EC-Karte. Zudem müssen Kontoinhaber ihre Ausgaben genau im Blick behalten – wer das geschützte Existenzminimum für Schuldenrückzahlungen nutzt, riskiert Probleme. Gemeinschaftskonten lassen sich nicht automatisch umwandeln, hier hilft nur frühzeitige Beratung, um den besten Weg zu finden.
300.000 Pfändungen monatlich – Beratung wird dringend gebraucht Mit 300.000 bis 350.000 Kontopfändungen pro Monat ist der Bedarf an Unterstützung enorm. Die Schuldenberatung der Diakonie Fürth steht Betroffenen bei Pfändungen und P-Konto-Fragen zur Seite. Selbst mit geschütztem Konto erleben verschuldete Menschen häufig abgelehnte Kartenzahlungen oder gescheiterte Geldabhebungen am Automaten.
System mit Lücken: Schutz ja, Zugang nicht immer Zwar soll das P-Konto sicherstellen, dass Menschen in finanziellen Notlagen über lebensnotwendige Mittel verfügen. Doch praktische Hindernisse und Bankfehler können den Zugang zum eigenen Geld weiterhin blockieren. Schuldenberatungsstellen bleiben daher unverzichtbar – sie helfen Kontoinhabern, ihre Rechte zu verstehen und durchzusetzen.






