30 April 2026, 00:49

AfD-Politiker nach Kneipen-Rauswurf fordern Boykott gegen Berliner Gaffel Haus

Altes deutsches Zeitungsblatt "Berliner Wespen" vom 21. Februar 1873, das eine Gruppe von Menschen in traditioneller deutscher Kleidung zeigt, die sich unterhalten, mit deutscher Text, der das Ereignis wahrscheinlich beschreibt.

AfD-Politiker nach Kneipen-Rauswurf fordern Boykott gegen Berliner Gaffel Haus

Drei Politiker der Partei Alternative für Deutschland (AfD) wurden Anfang dieses Monats aus einer Berliner Kneipe verwiesen. Der Vorfall im Gaffel Haus soll sich aufgrund ihrer politischen Zugehörigkeit ereignet haben, wie die Bild-Zeitung am Mittwoch als Erste berichtete.

Der Zwischenfall ereignete sich am 14. April, als Maximilian Krah und Philipp-Anders Rau aufgefordert wurden, das Lokal zu verlassen. Als ihr AfD-Parteikollege Steffen Janich nach dem Grund für die Aufforderung fragte, wurde auch er des Hauses verwiesen.

Krah rief später seine Anhänger dazu auf, das Gaffel Haus zu boykottieren, und behauptete, die Gäste könnten die Finanzen des Betriebs beeinflussen. Die Leitung der Kneipe hat bisher nicht auf die Anfrage der Bild nach einer Stellungnahme reagiert.

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Für Krah ist dies nicht der erste Ausschluss wegen seiner politischen Gesinnung. 2023 zog die Leipziger Buchmesse ihre Einladung zurück, bei der er seinen Roman Die Reise nach Europa hätte vorstellen sollen – mit Verweis auf Sicherheitsbedenken. Anfang dieses Jahres beendete zudem die Friedrich Pustet Druckerei in Regensburg die Zusammenarbeit mit dem österreichischen Verlag Castrum Verlag, nachdem bekannt wurde, dass dieser ein Buch Krahs veröffentlichen wollte – ebenfalls wegen dessen AfD-Mitgliedschaft.

Die Verweisung aus dem Gaffel Haus reiht sich in eine Serie von Einschränkungen ein, mit denen AfD-Politiker in öffentlichen und beruflichen Kontexten konfrontiert sind. Krahs Aufruf zum Boykott heizt die anhaltende Debatte über politische Diskriminierung in privaten Unternehmen weiter an.

Quelle