A39-Ausbau zwischen Wolfsburg und Lüneburg bleibt vorerst blockiert
Silvester SeipA39-Ausbau zwischen Wolfsburg und Lüneburg bleibt vorerst blockiert
Der Ausbau der Autobahn A39 zwischen Wolfsburg und Lüneburg bleibt vorerst gestoppt. Ein anstehendes Gerichtsurteil könnte bald entscheiden, ob die Bauarbeiten in den Abschnitten Wolfsburg und Gifhorn fortgesetzt werden dürfen. Das Projekt sieht sich seit Jahren mit wiederholten Klagen von Umweltschutzverbänden konfrontiert.
2019 hatte der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) Klage gegen den Planfeststellungsbeschluss für den südlichen Abschnitt der Autobahn eingereicht. Das Bundesverwaltungsgericht in Leipzig hat noch kein Urteil gefällt. Zunächst hatte das Gericht der Klägerin stattgegeben, woraufhin im Dezember 2020 eine Nachbesserung und ein ergänzendes Verfahren eingeleitet wurden. Doch der BUND reichte 2024 erneut Klage ein, sodass der Fall weiterhin ungelöst ist.
Die mündliche Verhandlung für die jüngste Klage war ursprünglich für den 13. Mai angesetzt, wurde jedoch verschoben. Der neue Termin ist der 23. Juni, mit einer Urteilsverkündung für den folgenden Dienstag. Diese Entscheidung könnte endlich Klarheit schaffen, ob der Bau fortgesetzt werden darf. Der südliche Abschnitt, der von Wolfsburg bis Ehra im Norden des Landkreises Gifhorn führt, verfügt zwar über einen Planfeststellungsbeschluss, dieser ist jedoch aufgrund der laufenden Gerichtsverfahren derzeit nicht vollziehbar.
Nach Fertigstellung wird die A39 Lüneburg und Wolfsburg verbinden und dabei durch Helmstedt, Wolfenbüttel, Braunschweig und Salzgitter führen, bevor sie in die A7 mündet. Zudem ist zwischen dem Autobahnkreuz Weyhausen und der geplanten Anschlussstelle Ehra eine neue Rastanlage am Tappenbecker Moor vorgesehen.
Die anstehende Gerichtsentscheidung wird maßgeblich den Zeitplan für den Autobahnausbau beeinflussen. Bei einer Genehmigung könnten die Bauarbeiten in den Abschnitten Wolfsburg und Gifhorn beginnen. Zudem wird das Urteil Klarheit über die Vollziehbarkeit des Planfeststellungsbeschlusses für den südlichen Streckenabschnitt bringen.






