5.000 Jahre Würfelgeschichte im Barockschloss Delitzsch entdecken
Antoinette HettnerBarocker Palast Delitzsch Präsentiert Weihnachtsausstellung Zum Würfelspiel - 5.000 Jahre Würfelgeschichte im Barockschloss Delitzsch entdecken
Eine neue Ausstellung in Nordsachsen erkundet die lange und vielseitige Geschichte der Würfel. Vom 28. November bis zum 22. Februar zeigt "Würfel, Knöchelchen, Glücksspiel – Geschichte des Spielwürfels" im Barockschloss Delitzsch seltene Exponate aus der Privatsammlung des Leipziger Enthusiasten Jakob Gloger. Seine Objekte umfassen über 5.000 Jahre Spielkultur. Der älteste bekannte würfelförmige Spielstein wurde in Shahr-e Sukhteh im Iran entdeckt und stammt aus der Zeit um 2800–2500 v. Chr. Tonwürfel aus der Indus-Kultur von Mohenjo-daro belegen, dass ähnliche Spiele unabhängig in verschiedenen antiken Gesellschaften entstanden. Frühe würfelähnliche Gegenstände, oft aus Tierknochen – sogenannte Astragale – fand man auch in mesopotamischen Stätten. Glogers Sammlung zählt zu den umfangreichsten der Welt und umfasst rund 15.000 Stücke: von 2.000 Jahre alten Knochenwürfeln über Werbewürfel für Unternehmen und Fußballvereine bis hin zu mechanischen Würfelmaschinen. Auch Kreisel und andere Spielutensilien zeigen, wie sich diese Objekte über Jahrtausende entwickelten. Es ist nicht das erste Mal, dass Glogers Sammlung öffentlich zu sehen ist. Vor drei Jahren präsentierte das Stadtgeschichtliche Museum Leipzig eine große Ausstellung seiner Exponate. Nun bringt das Barockschloss Delitzsch die Würfelgeschichte in der Weihnachtszeit einem breiteren Publikum näher. Die Schau bleibt bis zum 22. Februar geöffnet und gibt Besuchern Einblick, wie Würfel die Unterhaltungskultur über die Jahrtausende geprägt haben. Von antiken Knochenschnitzereien bis zu modernen Werbeartikeln unterstreicht die Sammlung die kulturelle Bedeutung und zeitlose Faszination dieser kleinen, aber einflussreichen Objekte.






